Forschung & Entwicklung Vahle nimmt Überkopf-Testanlage mit kontaktloser Energieübertragung in Betrieb

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Der deckengeführte Materialtransport wird insbesondere in der Halbleiterindustrie für den geschützten Transport von wertvollen Halbleitern (Wafern) genutzt. Paul Vahle hat jetzt eine neue Entwicklungs- und Textumgebung für solche Overhead-Hoist-Transport-(OHT-)Systeme angefahren.

Stabiler Materialfluss: OHT-Systeme transportieren empfindliche Wafer in geschützten FOUP-Behältern automatisiert durch die Produktion.(Bild:  ALEX_GRETTER)
Stabiler Materialfluss: OHT-Systeme transportieren empfindliche Wafer in geschützten FOUP-Behältern automatisiert durch die Produktion.
(Bild: ALEX_GRETTER)

An seinem österreichischen Standort in Schwoich hat Paul Vahle, Systemanbieter für mobile Industrieanwendungen, als Teil seiner Forschungs- und Entwicklungsstrategie im Halbleitermarkt eine neue OHT-Testanlage in Betrieb genommen. Das Overhead-Hoist-Transport-System dient dort als interne Plattform zur Konzeption, Erprobung und Validierung von Lösungen für die kontaktlose Energieübertragung, wie aus einer Pressemeldung hervorgeht. Mit der Testanlage schafft Vahle nach eigener Aussage eine Grundlage, um seine Technologien gezielt für die Anforderungen der Halbleiterindustrie weiterzuentwickeln.

Die Anlage ermöglicht es uns, neue Systeme unter realitätsnahen Bedingungen zu prüfen und kontinuierlich zu optimieren.

Marc Detweiler, Direktor Produktmanagement und Marketing

OHT-Systeme, die unter anderem in der Halbleiterindustrie für den automatisierten, deckengeführten Materialtransport zum Einsatz kommen, bewegen sich auf Schienen unter der Hallendecke und transportieren die Behälter (sogenannte Front Opening Unified Pods/FOUP) oder Magazine selbstständig von einer Prozessstation zur nächsten. Und auch im Bereich Integrated-Circuit-(IC-)Packaging, also der Weiterverarbeitung und Verpackung der Chips, werden OHT-Systeme genutzt.

Realitätsnahe Entwicklungsumgebung

Die Anforderungen an diese Systeme sind hoch: Neben maximaler Verfügbarkeit spielen Reinraumtauglichkeit, Dynamik und Betriebssicherheit eine zentrale Rolle. „Mit der neuen Testinfrastruktur in Schwoich schaffen wir eine realitätsnahe Entwicklungsumgebung, in der neue Produktgenerationen unter praxisnahen Bedingungen getestet werden können“, erläutert Detweiler.

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Testumgebung liege, wie es heißt, in der Möglichkeit, Entwicklungs- und Optimierungsprozesse vollständig intern durchzuführen. Detweiler: „Dadurch lassen sich neue Technologien unabhängig von laufenden Kundensystemen erproben und weiterentwickeln.“ Gleichzeitig verkürze sich die Entwicklungszeit für neue Lösungen, da Tests flexibel und reproduzierbar durchgeführt werden könnten.

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