Fasertechnik

Basalt als drittes Fasermaterial für Bauteilverstärkungen

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Basalt ermöglicht ultrahochfeste Konstruktionen von Betonmasten

Die Entwicklung von Betonmasten geht immer mehr in Richtung ultrahochfester Konstruktionen mit Belastungsgrenzen von mehr als 160 kg/cm2. Für die Vorspannung der Masten können Basaltfaserhalbzeuge eingesetzt werden, weil sie keine elektrischen Leiter sind. So erwartet Jens Bings, Teamleiter Statik im Bereich Energie und Verkehr bei der Europoles GmbH & Co. KG, Neumarkt, dass in Zukunft die Hohlmasten für Freileitungen dünnwandiger werden.

Einen weiteren Vorteil sieht Bings im stabilen Preisgefüge einer Basaltbewehrung im Vergleich zum schwankenden Baustahlpreis. In Bezug auf Recyclingfähigkeit ergeben sich ebenfalls Vorteile, weil Basaltfasern mineralische Werkstoffe sind. „Herausforderung für die Marktakzeptanz sind dabei aber leider noch immer die Schwankung der technischen Eigenschaften und in Bezug auf die für textile Verarbeitung von Basalt, die kleinstufige Struktur der Textilbranche“, musste Torsten Bäz, Netzwerkmanager (Combafi und Texsalt) im Forum Technologie & Wirtschaft e. V., Dresden, auf dem Cluster-Treff eingestehen.

Netzwerke Combafi und Texsalt wollen Marktchancen für Basalt aufzeigen

Im Rahmen der Netzwerke Combafi und Texsalt wurde bereits ein Screening der Materialien, der Beschaffungswege, des technischen Entwicklungsstands anhand von Patenten sowie eine Vorbereitung von Prüfnormen durchgeführt. Ziel ist es, Marktchancen aufzuzeigen. „Basalt soll sich als dritte Hauptqualität der Faserbewehrung für Kunststoffe durchsetzen“, war der Wunsch von Bäz am Ende des Veranstaltungstages. Der Cluster-Treff wurde vom Cluster „Neue Werkstoffe“ der Bayern innovativ GmbH in Kooperation mit dem Carbon Composites e.V., Augsburg, organisiert.

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