Läuft von selber BASF-Beteiligung am ersten subventionsfreien Windpark

Redakteur: Peter Königsreuther

BASF hat mit Vattenfall einen Vertrag über den Kauf von 49,5 Prozent Anteilen am Windpark Hollandse Kust Zuid (HKZ) unterzeichnet. Laut BASF gehen dabei 0,3 Milliarden Euro über den Tisch.

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Der zukünftige Vattenfall-Windpark Hollandse Kust Zuid (HKZ) gehört jetzt zu großen Teilen der BASF, wie der Chemikonzern heute mitteilt. Und so könnte er mal aussehen. Gebaut wird er ab Juli 2021.
Der zukünftige Vattenfall-Windpark Hollandse Kust Zuid (HKZ) gehört jetzt zu großen Teilen der BASF, wie der Chemikonzern heute mitteilt. Und so könnte er mal aussehen. Gebaut wird er ab Juli 2021.
(Bild: T. Zeelfruid)

Der Preis sei dem aktuellen Stand des Projekts geschuldet. Einschließlich des BASF-Beitrags zum Bau des Windparks beträgt das finanzielle Engagement der BASF jedoch rund 1,6 Milliarden Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Behörden wird ein Abschluss der Transaktion im vierten Quartal 2021 erwartet, heißt es weiter. Die Offshore-Montagearbeiten des Windparks werden jetzt im Juli beginnen.

Ein geplanter Windpark-Überriese

Nach vollständiger Inbetriebnahme soll der Windpark 140 Windturbinen mit einer installierten – nicht verwechseln mit tatsächlichen – Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt den größten Offshore-Windpark der Welt darstellen. Der Windpark Hollandse Kust Zuid werde dann auch der erste rein kommerzielle Offshore-Windpark der Welt sein. Denn es gebe keine Subventionen für den dort produzierten Strom. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2023 geplant, wie man weiter erfährt. Ein erheblicher Teil der Stromproduktion von HKZ ist für die niederländischen Kunden von Vattenfall reserviert.

BASF-Antwerpen kann sich freuen

BASF merkt an, den Strom aus ihrem Anteil des Windparks über einen langfristigen Stromabnahmevertrag zu erhalten. Das ermöglicht es, an mehreren Produktionsstandorten in Europa, emissionsarme Verfahren einzusetzen. Der BASF-Verbundstandort Antwerpen wird jedoch der Hauptnutznießer sein. Denn das Werk ist der größte Chemieproduktionsstandort in Belgien und der zweitgrößte Standort der BASF-Gruppe weltweit. Die Versorgung anderer BASF-Standorte in Europa werde von der Entwicklung der jeweiligen Regulierung für erneuerbare Energien abhängen.

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