Aktuelle Konjunkturumfrage Situation in Bayerns Metall- und Elektrobranche macht Angst

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Wie Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Verbände Bayme und VBM im Rahmen einer Pressekonferenz berichten musste, bleibt die Lage im bayerischen Metall- und Elektrosektor schlecht ...

Betram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Verbände Bayme und VBM, hat im Rahmen einer Pressekonferenz in München ein düsteres Bild der Lage in der bayerischen Metall- und Elektrobranche zeichnen müssen ...(Bild:  VBW)
Betram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Verbände Bayme und VBM, hat im Rahmen einer Pressekonferenz in München ein düsteres Bild der Lage in der bayerischen Metall- und Elektrobranche zeichnen müssen ...
(Bild: VBW)

Die konjunkturelle Eintrübung im zweiten Halbjahr 2025 wirkt weiterhin nach! Die Aussichten für die kommenden Monate haben sich außerdem erneut verschlechtert. Die inländischen Produktionspläne stagnieren, Investitions- und Beschäftigungspläne gehen zurück. Der Hang, den die bayerische M+E Industrie herunterrutscht ist zwar weniger steil, aber es geht eben bergab. „Es ist ein dramatisches Zeichen, dass das Herz der bayerischen Wirtschaft immer weiter ausblutet. Wir müssen diesen Prozess stoppen, bevor die Deindustrialisierung nicht mehr aufzuhalten ist“, fordert deshalb Bertram Brossardt. Das jüngste Reformpaket der Bundesregierung zeige zwar den politischen Willen zur Veränderung, es sei aber leider nur ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen. Wichtig ist laut Brossardt, dass jetzt nicht nachgelassen wird. Das heißt, Tempo und Entschlossenheit müssen auch bei der Reduzierung der Arbeitskosten und der Flexibilisierung der Arbeitszeit beibehalten werden. „Nur so schaffen wir den Wechsel vom Abschwung zum Aufschwung“, mahnt Brossardt.

Gut ein Drittel der Unternehmen ist schlechter Stimmung

Laut aktueller Umfrage erholte sich die innerdeutsche Geschäftslage im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 zwar leicht, verharrt aber seit mittlerweile drei Jahren im negativen Bereich. Fast drei von zehn Unternehmen bewerten demnach die Geschäftslage immer noch als schlecht. Der Saldo aus positiven und negativen Antworten liege im Inlandsgeschäft deshalb bei minus 6,2 Punkten. Das Auslandsgeschäft liege mit minus 19,4 Punkten noch deutlicher im Minus. Es ist mit Rückblick auf die Winterumfrage sogar nochmals leicht abgesackt. Noch größere Sorgen bereiten aber die sich immer weiter eintrübenden Erwartungen, die nun ebenfalls im negativen Bereich angekommen sind, so Brossardt. Die Erwartungen für das Inlandsgeschäft liegen im Saldo bei minus 2,6 Punkten und im Auslandsgeschäft bei minus 1,5 Punkten. Brossardt kommentiert: „Die Unternehmen sehen die nähere Zukunft trotz der bereits schlechten Lage wieder negativ. Das ist mehr als bedenklich. In der schwierigen Gesamtsituation aus lahmender Struktur- und Konjunkturkrise fehlt zunehmend die Hoffnung auf Besserung.“

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