Aktuelle Konjunkturumfrage

Situation in Bayerns Metall- und Elektrobranche macht Angst

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Deutschland verliert im Vergleich zum Ausland an Attraktivität

Bei den inländischen Produktionsplänen halten sich positive und negative Antworten außerdem die Waage: „Es bleibt dabei, dass von der Produktion keine nennenswerten Impulse gesetzt werden. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten wir deshalb einen Rückgang von rund 2,5 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt von 2025.“ Im Ausland, so Brossardt weiter, Ausland wird die Produktion dagegen nach wie vor weiter ausgebaut – ein klares Indiz für den Kostennachteil am Standort Deutschland. Bei den Investitionsplänen der M+E Unternehmen besteht nach wie vor eine beträchtliche Lücke zwischen In- und Ausland: So sind die inländischen Investitionspläne im Saldo klar negativ (minus 12,6 Punkte), während die ausländischen auf plus 32 Punkten kommen. Die Investitionszurückhaltung im Inland nehmen also immer weiter zu, während das Ausland als attraktiverer Investitionsstandort für immer mehr Firmen zur ersten Wahl wird. „Wir hoffen, dass der beschlossene Bürokratieabbau und die weiteren Entlastungsmaßnahmen hier zu einem Umdenken führen. Gefragt sind aber auch die Tarifpartner, die in der an stehenden Tarifrunde im Herbst die Weichen für die Zukunftsfähigkeit der M+E Industrie über die Arbeitskosten entscheidend beeinflussen können. Denn diese sind ein entscheidender Standortfaktor, vor allem im Hinblick auf die Beschäftigung“, wie Brossardt weiter ausführt.

Handelspolitische Ungewissheiten sind die größten Risiken

Die Beschäftigungspläne der M+E Unternehmen sind dementsprechend negativ. Denn fast 30 Prozent der Unternehmen sehen sich gezwungen, Beschäftigung abzubauen. Besonders betroffen davon ist die Automobil- und Zulieferindustrie. Aufgrund deren enger industrieller Verflechtung sind zwangsläufig auch in anderen Branchen Arbeitsplätze gefährdet. Und bereits 2025 sind rund 20.000 Stellen in der M+E Industrie abgebaut worden. In diesem Jahr erwarte man leider einen Stellenverlust in ähnlicher Größenordnung, weil sich weiterhin rund 44 Prozent der Unternehmen in einem kritischen Ertragsbereich befänden. „Dass das nicht lange gut gehen kann, sollte jedem klar sein“, wie Brossardt anmerkt. Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt daher eine Daueraufgabe. Auch das außenwirtschaftliche Umfeld ist wackelig, weil es durch US-Importzölle und den weiter schwelenden Iran-Krieg belastet wird. Laut Umfrage bleiben die handelspolitische Ungewissheit und drohende neue Zölle sogar die größten Risiken. Der Iran-Krieg ist hingegen ein genereller Kostenreiber, wenn es um Materialen und Rohstoffe, um Energie sowie um Transport- und Frachtkosten geht. „Wir setzen auf ein baldiges tatsächliches Ende der Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sowie darauf, dass die beteiligten Parteien am Verhandlungstisch Lösungen finden“, hofft Brossardt angesichts der Lage.

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