Deutlich besser BASF erhöht nach unverhofft gutem zweiten Quartal die Prognosen

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BASF, der weltgrößte Chemiekonzern, blickt nach einem überraschend guten zweiten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr, wie die dpa berichtet ...

Das zweite Quartal  2026 war für den Chemiegiganten BASF erfreulicher als erwartet. Nun traut man sich, die Prognosen für das ganze Jahr anzuheben ...(Bild:  BASF)
Das zweite Quartal 2026 war für den Chemiegiganten BASF erfreulicher als erwartet. Nun traut man sich, die Prognosen für das ganze Jahr anzuheben ...
(Bild: BASF)

Für 2026 peilt der BASF-Vorstand für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen aufgrund der guten Geschäft jetzt 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an. Zuvor hatte man mit 6,2 bis sieben Milliarden Euro gerechnet, nach 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Die BASF-Aktie geriet nach den Neuigkeiten aber unter Druck und lag zuletzt als größter Verlierer im Dax mit 4,7 Prozent im Minus. Trotz der angehobenen Prognose warnte der Konzern aber davor, dass die Entwicklung der Weltkonjunktur und der regionalen Chemiemärkte im zweiten Halbjahr 2026 unsicher bleibt. Alles hänge vor allem von den Ergebnissen der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ab. Eine besondere Rolle spielt bekanntlich die Straße von Hormus und dabei die Frage, ob sie für den Handel von energetischen und petrochemischen Rohstoffen aus dem Nahen Osten wieder nutzbar sein wird. Zwar sei die BASF nur am Rande betroffen, aber je länger die Sperrung dauere, umso eher sinke die Nachfrage, was schließlich auch BASF-Konzern träfe.

Verkauf des Autolackgeschäfts zahlt sich aus

Im zweiten Quartal betrug das operative Ergebnis des der BASF nach vorläufigen Berechnungen 2,4 Milliarden Euro und machte den Prognosen der Analysten damit den Garaus. Ein Jahr zuvor hatte BASF in diesem Zeitraum 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Umsatz legte wegen höherer Preise und Mengen um 16 Prozent (auf 17,2 Milliarden Euro). Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 4,1 Milliarden Euro, nach nur 79 Millionen Euro vor einem Jahr. Dabei profitierte der Chemieriese vor allem von dem milliardenschweren Verkauf von 60 Prozent des Fahrzeugserien- und Autoreparaturlack-Geschäfts an den US-Finanzinvestor Carlyle. Der freie Finanzmittelzufluss (Free Cashflow) soll im laufenden Jahr weiterhin zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro betragen und damit die 1,3 Milliarden Euro aus dem Vorjahr übertreffen. Analysten rechnen im Mittel bereits mit einem Wert am oberen Ende der Spanne.

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