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AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH Bearbeitungszentrum macht Werkzeugbauer flexibler

| Autor / Redakteur: Andreas Rauschenberg / Peter Königsreuther

Mit dem Einsatz eines modernen Bearbeitungszentrums rüstet sich ein mittelständischer Hersteller von Präzisionswerkzeugen für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit.

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Geschäftsführer Timo Zindel (links) und Thomas Benz von der Benz LT, die als Vertretung der AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH fungiert.
Geschäftsführer Timo Zindel (links) und Thomas Benz von der Benz LT, die als Vertretung der AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH fungiert.
(Bild: AXA)

Die Zindel Präzisionswerkzeuge GmbH wurde 1981 in Zellhausen von Werkzeugmachermeister Jochen Zindel gegründet. Als einer der ersten erkannte er, dass sich Stahlwerkzeuge durch Funkenerosion präziser, effizienter und flexibler fertigen lassen. Die Technik des Drahterodierens konnte sich bei der Fertigung von Stahlwerkzeugen schnell durchsetzen. 1984 bezog das Unternehmen seine heutigen Räumlichkeiten in Mainhausen. Derzeit sind 16 Mitarbeiter in dem Familienbetrieb beschäftigt, der seit 2014 unter der Leitung von Sohn Timo Zindel und Tochter Jasmin Zindel steht.

Kurze Reaktionszeiten wehren Mitbewerber aus Fernost ab

Mit einem Team aus Werkzeugmachern, Zerspanungstechnikern und Erodierspezialisten werden bei Zindel Spezialwerkzeuge individuell nach Kundenanforderungen hergestellt. Bei Zindel werden das CNC-Drahterodieren, das CNC-Fräsen und das CNC-Senkerodieren eingesetzt. Außer Schneid-, Zieh- und Gesamtschneidwerkzeug werden auch Presswerkzeuge für industrielle pulvermetallurgische sowie pharmazeutische Anwendungen gefertigt. Letztere können mit einer Toleranz von ± 3 μm gefräst werden. Durch die Möglichkeiten zum Reverse-Engineering kann die Konstruktion auch nach individuellen Mustern, Zeichnungen oder 3D-Modellen erfolgen.

Spezielle Gleitführungen beschleunigen die Präzisionsarbeit

Bei Zindel stammen etwa 95 % der Kunden aus dem heimischen Markt und dem nahen Ausland. Um die Wettbewerbsfähigkeit auch für die Zukunft zu sichern, hat man sich zur Investition in ein neues Bearbeitungszentrum entschlossen. „Unser großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Fernost ist offensichtlich: Wir vor Ort und können grundsätzlich viel kurzfristiger und flexibler auf spezielle Kundenbedürfnisse reagieren. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dass wir diesen Vorteil auch in Zukunft wirtschaftlich ausspielen können“, erklärt Timo Zindel.

Mit der Anschaffung der AXA-Modells VSC 3 4000 XTS können viele Arbeiten jetzt in einer Schicht, statt in zwei, erledigt werden. Die Vorteile des neuen Fahrständer-Bearbeitungszentrums zeigen sich allerdings nicht nur in der Geschwindigkeit der Maschine oder durch die sehr leistungsstarke Hauptspindel mit 40 kW Leistung und 255 Nm Drehmoment: Durch die integrierte Werkzeuginnenkühlung mit einer stufenlos einstellbaren Hochdruckpumpe, die mit bis zu 40 bar Kühlmitteldruck arbeitet, kann jetzt ein viel breiteres Werkzeugspektrum eingesetzt werden. Außerdem kommt es zu geringerem Materialverschleiß, wodurch die Werkzeuge nicht so oft erneuert werden müssen.

Das reduziert die Stillstandszeiten, und die Betriebskosten können nachhaltig gesenkt werden. Auch das Fertigen von größeren und breiteren Teilen als bisher ist nun durch den großen Arbeitsbereich der Spindel mit Verfahrwegen in X-,Y- und Z-Richtung von 4000/1000/950 mm möglich – das bedeutet einen deutlichen Zuwachs an Fertigungsflexibilität.

„Für die Herstellung von Präzisionswerkzeugen sind die bei AXA verbauten Gleitführungen mit Kugelgewindetrieb in allen Linearachsen die beste Wahl“, merkt Zindel an.

Dieses Führungssystem zeichnet sich durch seine hohe Steifigkeit, überdurchschnittliche Dauerpräzision und sehr gute Dämpfungseigenschaft aus. Außerdem lässt es sich sehr einfach nach- und einstellen. In Kombination mit der von AXA patentierten Unterstützung des Kugelgewindetriebes lassen sich so mühelos Verfahrgeschwindigkeiten bis 40 m/min erreichen. „Unsere Kunden bekommen ihre Teile im Idealfall um 50 % schneller geliefert. Wir können insgesamt effizienter und wirtschaftlicher arbeiten. Nicht zuletzt wurden wir bei der Projektierung stets von kompetenten und zuverlässigen AXA-Mitarbeitern betreut“, fasst Zindel zusammen.

Lösungsorientierung bestimmt die Maschinentechnik auf ganzer Linie

AXA steht außerdem für vollständigen Service rund um die Werkzeugmaschine. Das beginnt bei der Planung, Entwicklung und Konstruktion und reicht über die Fertigung bis hin zur Montage und Inbetriebnahme vor Ort. AXA zeichnet dabei eine bemerkenswerte Fertigungstiefe aus, aus der sich die hohe Qualität der verwendeten Komponenten erklärt. Das Prädikat „Made in Germany“ zählt dabei auch für die Zulieferer, mit denen AXA zusammenarbeitet. Auf diese Weise können die Kunden von AXA über Jahre hinweg kompetent begleitet und mit originalen AXA-Komponenten versorgt werden. Nachhaltigkeit hat eben viele Gesichter!

„Die ausführliche, persönliche Beratung und Vor-Ort-Besichtigungen sowohl in den Werkstätten bei AXA als auch bei den Besichtigungen der Räumlichkeiten bei uns waren zusätzlich zur überzeugenden technischen Leistung Faktoren, die zu dem guten Eindruck beitrugen“, begründet Timo Zindel die Entscheidung für die AXA-Maschine.

Eine besondere Herausforderung stellte der Aufbau des Bearbeitungszentrums vor Ort dar. Weil die Anlage nicht im Ganzen durch das Werkstor passte, wurde die Maschine in entsprechend große Teile zerlegt und im Anschluss wieder zusammengebaut. Die Implementierung vor Ort sowie die technische Einweisung der Mitarbeiter durch den Monteur und schnelles Trouble-Shooting funktionierten reibungslos.

Speziell in entscheidenden Phasen zeigte AXA sich so durch seine hohe Kundenorientierung und Flexibilität als der richtige Partner zur Ausführung der Modernisierung. „Solche Entscheidungen hängen nicht nur von der Qualität und dem Preis der Maschine ab. Für uns ist das Gesamtpaket ausschlaggebend, also ob man auch auf der menschlichen Ebene zusammenpasst.“

Genau wie die Zindel Präzisionswerkzeuge GmbH ist die AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH ein Familienunternehmen. Gegründet 1965 mit Stammsitz in Schöppingen beschäftigt das Unternehmen für spanende Bearbeitungszentren in Fahrständer- und Portalbauweise rund 350 Mitarbeiter. Stabilität in Qualität und Leistung und eine eindeutige Kundenausrichtung sind bei AXA seit über 50 Jahren fest in den Unternehmenswerten verankert.

Die hohe Fertigungstiefe wird ergänzt um die Fähigkeit, andere Technologien in bestehende Konzepte zu integrieren. Dadurch können nahezu alle Kundenwünsche in den Bereichen Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Bearbeitungszentren und maßgeschneiderten Produktionsanlagen erfüllt werden. MM

* Andreas Rauschenberg ist Journalist in Münster. Weitere Informationen: AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH in 48624 Schöppingen, Tel. (0 25 55) 87-0, info@axa-maschinenbau.de, www.axa-maschinenbau.de

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