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Technische Bürsten

Besser mit Bürsten entgraten

| Redakteur: Stéphane Itasse

Das Bürstentgraten zählt zu den einfachen, vielseitigen und oft wirtschaftlichen Verfahren der Entgrattechnik. Ohne Chemikalien und Wärmeenergie lassen sich damit Grate entfernen, Kanten verrunden und Flitter beseitigen. Zudem kann es einfach in bestehende Fertigungsprozesse integriert werden.

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Rund- und Einzelscheibenbürsten lassen sich sowohl für das manuelle als auch für das maschinelle und vollautomatisierte Entgraten einsetzen.
Rund- und Einzelscheibenbürsten lassen sich sowohl für das manuelle als auch für das maschinelle und vollautomatisierte Entgraten einsetzen.
(Bild: Kullen-Koti)

Auf den Messe EMO Hannover vom 16. bis 21. September ((Halle 11, Stand B33) und Deburring Expo in Karlsruhe vom 8. bis 10. Oktober (Halle 1, Stand 405) informiert der Hersteller Kullen-Koti über die Möglichkeiten und Grenzen des manuellen, maschinellen und vollautomatisierten Bürstentgratens.

Das Wirkprinzip des Bürstentgratens basiert auf der Rotationsbewegung der Bürste, wobei der Vorschub oder die Zustellung sowohl werkzeug- als auch werkstückseitig erfolgen kann. Das Bürstentgraten eignet sich für fast alle metallischen Werkstücke und für Grate mit bis zu 0,2 mm Höhe.

Entgraten geht mit Bürsten relativ einfach

Im Gegensatz zu (elektro)chemischen und thermischen Entgratverfahren liegen die Stärken des Bürstentgratens in der einfachen Handhabung und der Flexibilität des Bürstwerkzeugs. Dabei steht eine große Auswahl an Bürstentypen zur Verfügung, deren Geometrie und Besatzmaterial stets auf seinen Einsatzfall angepasst werden können. Je nachdem, ob eine schleifende oder eine abschlagende Wirkung erzielt werden soll, empfiehlt Kullen-Koti Bürstwerkzeuge mit abrasiven Filamenten oder Stahldrähten. Während sich die abrasiven Filamente über die Kornart (SiC, AlO, Diamant, Keramik und vieles mehr) und unterschiedliche Korngrößen auf die Anwendung abstimmen lassen, erfolgt dies bei den drahtbestückten Bürstwerkzeugen über die unterschiedlichen Härten und Durchmesser der Drähte (0,06 bis 1,2 mm) sowie deren Geometrie (gewellt, verseilt, gezopft). So erhält der Anwender ein Werkzeug zum mechanischen Entgraten von Halbzeugen und Bauteilen aus weichem oder gehärtetem Stahl, Edelstahl, Hartmetall, Sintermetall sowie Aluminium, Kupfer und vielen anderen Werkstoffen.

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Auf seinen Messeständen auf der EMO in Hannover und der Deburring Expo in Karlsruhe zeigt Kullen-Koti zahlreiche auf die verschiedenen Aufgaben der Entgrattechnik abgestimmte Bürsten. Dazu gehören:

  • Tellerbürsten für das Finishing von Oberflächen,
  • Rund- und Einzelscheibenbürsten für das Säubern von Schweißnähten,
  • Pinsel- und Topfbürsten für das Entgraten von Trennstellen oder
  • Innen- und Alphahonbürsten für die Bearbeitung von Bohrungen und Querverschneidungen.

Auf den Messen zeigt Kullen-Koti auch, wie sich – insbesondere im industriellen Bereich – die Anforderungen an die Entgrattechnik in den letzten Jahren gewandelt haben. Kantenverrundungen im Mikrometerbereich sind heute beispielsweise keine Seltenheit mehr. Neben dem Wunsch nach immer höheren Standzeiten gehören daher auch die Laufeigenschaften – also der Rund- und Planlauf – zu den Grundvoraussetzungen für ihren vollautomatisierten Einsatz in Bearbeitungszentren oder Roboterzellen.

Bürstenentgraten ist vielseitig

Prinzipiell eignet sich das Bürstentgraten sowohl für Werkstückgewichte von wenigen Gramm als auch für tonnenschwere Bauteile und kann für weiche Werkstoffe ebenso eingesetzt werden wie für harte Materialien. Zudem ist das Verfahren unabhängig von der Stückzahl; es erweist sich bei Losgröße 1 als genauso geeignet wie in der Großserienproduktion. Dabei sind die Entgratbürsten laut Angaben des Herstellers Kullen-Koti mit einem einfachen Werkzeugwechsel und zum Teil sehr hohen Standzeiten gerade in vollautomatisierten Anwendungen wirtschaftlich. Lange Stillstands- und Rüstzeiten gibt es nicht und eine spezielle Vorbereitung der Bürsten für den Entgratprozess ist ebenfalls nicht notwendig. Zudem können die meisten Entgratbürsten sowohl im Nassbetrieb als auch trocken eingesetzt werden.

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