Deutsches Lithium Lithium-Projekt in der Altmark – Ende der Pilotphase

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Ein Projekt zur Förderung von Lithium aus Thermalwasser in der Altmark geht in die nächste Runde, wie die dpa meldet ...

In Sachen Lithium-Versorgung ist Europa massiv von Asien abhängig. Wer es nicht weiß: In Deutschland schlummern diverse Lithium-Vorkommen, die durchaus beachtlich sind. In der Altmark etwa läuft ein Thermalwasser-Projekt, dass nun aus den Kinderschuhen heraus ist ...(Bild:  KI-generiert)
In Sachen Lithium-Versorgung ist Europa massiv von Asien abhängig. Wer es nicht weiß: In Deutschland schlummern diverse Lithium-Vorkommen, die durchaus beachtlich sind. In der Altmark etwa läuft ein Thermalwasser-Projekt, dass nun aus den Kinderschuhen heraus ist ...
(Bild: KI-generiert)

Nach einer ersten Pilotphase, im Rahmen derer verschiedene Möglichkeiten zur Förderung von im Thermalwasser gelöstem Lithium erprobt worden sind, hat man sich jetzt für ein Verfahren entschieden, das die vielversprechendsten Ergebnisse brachte. Das teilte jedenfalls das Unternehmen Neptune Energy der dpa mit. Das sogenannte Adsorptionsverfahren soll zusammen mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geotechnologien (IEG) weiterentwickelt werden, wie es weiter heißt. Neptune Energy plane, nun zu einem späteren Zeitpunkt Lithium im industriellen Maßstab in der Altmark zu fördern. Das wichtige Element, das für Batterien genutzt wird und zum Großteil aus China importiert werden muss, ist demnach zwischen 3.000 und 4.000 Metern Tiefe im Thermalwasser gelöst, das sich in feinen Poren im Gestein verteilt. Durch Bohrungen und Adsorptionsverfahren soll es aber wirtschaftlich gewonnen werden können. Die Altmark gilt übrigens als eine der weltweit größten projektbezogenen Lithium-Ressourcen.

Die Altmark ist in puncto Lithium nicht allein

Die Produktion soll dann ab 2030 schrittweise erhöht anlaufen. Das Ziel ist es, so viel Lithium zu fördern, dass der Bedarf für die Batterien von rund 500.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr gedeckt werden kann. Das Vorhaben stößt allerdings in der Region auf Kritik: Seit die Pläne bekannt sind (April 2024), haben über 22.000 Personen eine Online-Petition gegen den Lithium-Abbau in der Altmark und der angrenzenden Lüneburger Heide unterzeichnet. Das Unternehmen Neptune Energy steht auch noch wegen des Umgangs mit Altlasten in der Deponie Brüchau in der Kritik. Dort lagern nämlich seit Jahrzehnten unter anderem mit Quecksilber belastete Abfälle. Deutschland verfügt aber über noch mehrere Regionen mit potenziell wirtschaftlich nutzbaren Lithium-Vorkommen. Laut Bundeswirtschaftsministerium zählen dazu das Erzgebirge und der Oberrheingraben. Auch dort laufen bereits erste Projekte zur Gewinnung von Lithium.

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