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Werkzeugbeschichtung Bis zu fünf Werkzeug-Chargen am Tag beschichten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Protech fertigt vom Mikrowerkzeug bis zu großen Wälzfräsern alles. Moderne Schleifsysteme und präzise Messtechnik maximieren die Qualität jetzt zusammen mit Beschichtungs-Know-how von Cemecon.

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Blick auf die bei Protech gerfertigte Palette an Zerspanungswerkzeugen. Sie kommen soeben aus der Beschichtungsanlage CC800 HiPIMS von Cemecon, welche jetzt die Qualität der Produkte steigern hilft.
Blick auf die bei Protech gerfertigte Palette an Zerspanungswerkzeugen. Sie kommen soeben aus der Beschichtungsanlage CC800 HiPIMS von Cemecon, welche jetzt die Qualität der Produkte steigern hilft.
(Bild: Cemecon)

Wer vor dem neuen Protech Innovation Center im slowakischen Prešov steht, weiß woher der Wind in puncto Zerspanwerkzeuge und Beschichtungen weht: aus der Premium-Ecke! Mit der Protech Coatings Service, s.r.o. und der Protech Service, s.r.o. bündeln sich dort die Kompetenzen zur Fertigung hochwertiger Sonderwerkzeuge.

Als Einzige in Mitteleuropa bieten die Experten die Beschichtung, das Nachschleifen und die Werkzeugherstellung aus allen Materialien an. Das beginnend mit HSS- sowie Hartmetall- und endend mit superharten CBN-, PKD- und CVD-Werkzeugen.

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In der Produktion schleift man sowohl Mikrowerkzeuge mit Durchmessern ab 0,1 mm als auch große Wälzfräser und Räumwerkzeuge mit bis zu 3000 mm Durchmesser. Das dazwischenliegende Spektrum an Möglichkeiten sei riesig. Und die Kundenanforderungen steigen stetig.

Ein Beschichtungssystem genügt drei Hauptanforderungen

„Die Beschichtungstechnik, die wir brauchen, muss dieser Bandbreite gerecht werden, höchste Qualität liefern und dabei wirtschaflich sein. Das vereint nach unserem Wissen bisher nur die CC800 HiPIMS von Cemecon in einem System“, betont Miroslav Palo, Inhaber des Familienunternehmens und führender Kopf hinter dem Protech Innovation Center.

Die CC800 HiPIMS sei enorm anwendungsflexibel, und deshalb ideal, um viele unterschiedliche Werkzeugvarianten prozesssicher zu beschichten. „Mit der Anlage lassen sich die Schichten genau an die Anforderungen abstimmen und in kurzer Zeit applizieren. Morgens können beispielsweise 12 µm dicke Schichten für Wendeplatten abgeschieden werden und mittags folgen hauchdünne 1-µm-Schichten mit engen Toleranzen für Mikrowerkzeuge“, verrät Dirk Prinz, Customer Care Technology bei der Cemecon AG, aus der Praxis.

Um die Premiumqualität über die gesamte Bandbreite zu garantieren, haben die damit applizierten Schichten besondere Eigenschaften. Denn sie seien extrem glatt, hafteten einzigartig gut, sie seien hart und gleichzeitig zäh, verfügten über eine feinkörnige, sehr dichte Morphologie, stünden unter geringer Eigenspannung und sie sollen eine hohe thermische Stabilität mitbringen. Eine außergewöhnliche Kombination, sind sich alle einig.

Beschichtungsanlage stützt als Eckpfeiler die Werkzeugbau-Zukunftsstrategie

Doch das ist noch nicht alles. Denn außer der hohen Flexibilität und der Qualität reiche keine andere Beschichtungsanlage an die Schnelligkeit der CC800 HiPIMS heran: „Der Prozess für eine 3-µm-Charge benötigt etwa 4,5 h. In 30 min ist sie umgerüstet. Das heißt, dass vier bis fünf unterschiedliche Chargen pro Tag beschichtet werden können“, rechnet Falko Trieb, Customer Care Technology bei Cemecon, vor.

Mit dieser Investition hat Protech auch in Bezug auf künftige Herausforderungen in die richtige Beschichtungstechnik, ist sich Palo sicher: „Vielfalt und Komplexität der Werkzeuge werden zunehmen. Diese Variantenvielfalt aktiv zu managen – und das jeweils in Premiumqualität – wird die Aufgabe unserer CC800 HiPIMS als ein Eckpfeiler unserer Zukunftsstrategie sein.“

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