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Stopa Blechlager mit kundenspezifischem Lagerverwaltungssystem

| Autor / Redakteur: Jürgen Warmbold / M.A. Frauke Finus

Die Aesculap AG hat in ein automatisches Stopa-Compact-Blechlager mit modifiziertem Lagerverwaltungssystem investiert. Zu den Merkmalen des LVS zählen das Verwalten von Sonderbeständen und chargenpflichtigen Materialien, maschinennahe Lagerungen bestimmter Blechtafeln, eine individuelle SAP-BDE-LVS-Schnittstelle zum Übertragen von Auftragsdaten sowie umfangreiche Reportingfunktionen.

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Aesculap hat in ein automatisches Blechlager mit modifiziertem Lagerverwaltungssystem investiert.
Aesculap hat in ein automatisches Blechlager mit modifiziertem Lagerverwaltungssystem investiert.
(Bild: Stopa )

Das Automatiklager hat seinen Betrieb Ende 2014 in der neuen Innovation Factory des Medizintechnikherstellers Aesculap, der zweitgrößten Sparte unter dem Dach der B. Braun Melsungen AG, aufgenommen. Thomas Philipp, Werkleiter der intelligenten Fabrik, in der rund 500 Menschen arbeiten, präsentiert das Projekt in Tuttlingen. „Wir fertigen getrennt auf zwei Ebenen. Im Erdgeschoss befindet sich die Fertigung für Aluminium- und Edelstahlcontainer sowie für Lagerungstrays zum Aufbewahren der Medizinprodukte während des Sterilisationsprozesses. Im Obergeschoss werden druckluft- und kabelgebundene Motorensysteme für chirurgische Eingriffe hergestellt. Bei der Planung der Innovation Factory, in die wir etwa 50 Mio. Euro investiert haben, ist auf baulich-technische Flexibilität und auf Energieeffizienz geachtet worden. Aufgrund einer großzügigen Auslegung der zulässigen Deckentraglasten setzen wir auch Maschinen bis zu einem Gewicht von 26 t im Obergeschoss ein. Abgesehen davon lassen sich die Produktions- und Verwaltungsbereiche erweitern, die gegenwärtig über Nutzflächen von rund 14.000 beziehungsweise 2.800 m2 verfügen.“

Vor der Investition in das von der Stopa Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst, gelieferte automatische Blechlager hatte Aesculap das Rohmaterial, räumlich getrennt von der Fertigung, bevorratet und musste deshalb einen hohen logistischen Aufwand betreiben. „Angesichts dieser Situation haben wir unsere Prozesse analysiert, ein Lastenheft geschrieben und eine umfangreiche Aktivitätenliste aufgestellt“, sagt Joachim Bludau, Segmentleiter Blech im Werk Motoren & Container, der seine Begeisterung für die Blechumformung schon früh entdeckt hat. „Auf der Agenda standen zum Beispiel ein geregelter Materialfluss, direkte Zugriffsmöglichkeiten auf das Rohmaterial sowie stark reduzierte Nebenzeiten. Unsere Hauptforderung bezog sich aber auf eine kundenspezifische Ausrichtung des Lagerverwaltungssystems.“

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Umfassende Modifizierungen

Die Modifizierungen des Stopa LVS-Extended, das im Rahmen seiner Basisfunktionen unter anderem Bestände und Lagerorte verwaltet und die Bearbeitungsmaschinen mit Material versorgen lässt, sind sehr umfangreich gewesen. So kontrolliert LVS-Extended bei jedem Wareneingang chargenpflichtiger Bleche, ob der Bediener die betreffenden Tafeln auf den dafür vorgesehenen Paletten einlagert. Vor dem Auftragsstart wird die notwendige Rohmaterialmenge vom System berechnet. Reicht das vorhandene Material nicht aus, wird der Auftrag gar nicht erst gestartet und der Mitarbeiter darüber informiert. Ein- und Auslagerungen werden über SAPTransportaufträge initiiert, die das LVS einschließlich des gewogenen Gewichts einer Plausibilitätsprüfung unterzieht.

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