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Vollhartmetallbohrer Bohrer für anspruchsvolle Luftfahrtwerkstoffe

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Sandvik Coromant hat zwei neue Vollhartmetallbohrer für anspruchsvolle Luftfahrtwerkstoffe entwickelt. Welche Herausforderungen diese meistern, lesen Sie hier!

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Der neue Vollhartmetallbohrer Coro Drill 860 mit SM-Geometrie eigne sich zur sicheren Bohrungsherstellung in ISO-S-Materialien wie warmfeste Superlegierungen.
Der neue Vollhartmetallbohrer Coro Drill 860 mit SM-Geometrie eigne sich zur sicheren Bohrungsherstellung in ISO-S-Materialien wie warmfeste Superlegierungen.
(Bild: Sandvik)

„Beim Bohren dieser Luftfahrtwerkstoffe gibt es besondere Herausforderungen“, erklärt James Thorpe, Global Product Manager Drilling bei Sandvik Coromant. „Zum Beispiel entwickeln die Dauerfestigkeit, Härte und Zähigkeit von HRSA-Werkstoffen bei hohen Temperaturen eine Reihe von Verschleißmechanismen an Bohrern.“ Aaron Howcroft, Global Product Manager Composites bei Sandvik Coromant, ergänzt: „Bei Verbundwerkstoffen hingegen können sich die einzelnen Schichten unter der mechanischen Belastung durch das Bohren leicht voneinander abtrennen – ein Prozess, der als Delamination bezeichnet wird. Unsere neuen Coro-Drill-Lösungen wurden speziell entwickelt, um solche Probleme zu lösen und die Lebensdauer und Leistung der Werkzeuge zu verbessern.“

Qualitätssicherung bei Bohrungen in ISO-S-Materialien

Der neue Vollhartmetallbohrer Coro Drill 860 mit SM-Geometrie wurde entwickelt, um stabile Prozesssicherheit, eine hohe Bohrungsintegrität und sehr gute Standzeiten zu bieten. Damit sei er eine gute Wahl zur Qualitätssicherung bei der Bohrungsherstellung in ISO-S-Materialien wie warmfeste Superlegierungen, zu denen unter anderem Inconel, Waspalloy, Hastelloy und Udimet gehören.

Gesamtkosten pro Bohrung senken

Der Vollhartmetallbohrer Coro Drill 860 mit SM-Geometrie ist in der neuen Sorte GC1210 erhältlich, die im Vergleich zu bestehenden Lösungen eine deutliche Reduzierung des Flankenverschleißes gewährleisten soll. Das Ergebnis ist eine gleichbleibende und zuverlässige Schneidkante, die wiederum eine gute Maßhaltigkeit und eine bessere Fertigbohrungstoleranz liefern soll. Aus diesem Grund ist der Bohrer auch ideal für die unbemannte Produktion, bei der Anwender von einer deutlichen Reduzierung des Komponentenausschusses profitieren können, heißt es vom Hersteller. Zudem werden die Gesamtkosten pro Bohrung gesenkt.

Zu den Schlüsselanwendungen in der Luftfahrtindustrie, bei denen sich der Coro Drill 860 Vollhartmetallbohrer mit SM-Geometrie auszeichnen soll, zählen Anschlussstutzen (Bosses), Scallop- und Flanschflächen an Gehäusen sowie weitere Merkmale an Niederdruck-/Hochdruckturbinenscheiben und Blisks. Das Sortiment umfasst ausschließlich Werkzeuge mit innerer Kühlmittelzufuhr und reicht von 2xD bis 5xD sowie Durchmessern von 3 bis 16 mm.

Verbesserte Verschleißfestigkeit und hohe Bohrungsintegrität

Daneben bietet Sandvik Coromant ab sofort auch den Coro Drill 863 Vollhartmetallbohrer mit O-Geometrie, eine optimierte Lösung für Luftfahrtkomponenten aus Verbundwerkstoffen. Die neue Sorte bietet eine verbesserte Verschleißfestigkeit, die mit einer ausgezeichneten Standzeit und einer sehr hohe Bohrungsintegrität punktet. Durch den positiven Spanwinkel kann die Delamination bei unidirektionalem CFK (kohlefaserverstärktem Kunststoff) reduziert werden.

Die Standzeit wird durch den Einsatz des Vollhartmetallbohrers Coro Drill 863 mit O-Geometrie deutlich verbessert. Ein weiterer Vorteil des wiederholgenauen und zuverlässigen Bohrers sind weniger Werkzeugwechsel, heißt es weiter. Typische Verbundwerkstoffteile sind Flugzeugrahmen, Flügelkästen, Rumpfteile, Stabilisatoren, Bodenträger und Landeklappen. Das Sortiment beinhaltet Bohrer von 4xD bis 5xD und den Durchmesserbereich von 3 bis 10 mm.

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