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Darum muss es immer das Ziel sein, umfangreiche Verbesserungen bei Leistung, Qualität, Konstanz und Prozesssicherheit zu erreichen. Nur so lassen sich eine effiziente Zerspanung und reduzierte Stückkosten gewährleisten.
Die Herstellung geometrisch runder, einwandfreier Bohrungen ist in der Luftfahrtindustrie auch in puncto Sicherheit entscheidend: Als Teil der Verbindungselemente beeinflussen die Bohrungen strukturelle Ermüdungserscheinungen. Die Auswahl des richtigen Bohrwerkzeugs sowie ein speziell auf den Bearbeitungsprozess zugeschnittener Einsatz sind dabei der Schlüssel zur Herstellung präziser und qualitativ hochwertiger „Löcher“.
Alle relevanten Aspekte in die Planung einbeziehen
Um Bohrungen in Verbundwerkstoffen und Sandwichstrukturen erfolgreich einarbeiten zu können, muss eine ganze Reihe von Einflussfaktoren definiert und berücksichtigt werden. Wichtig ist dabei, alle relevanten Aspekte in die Planung einzubeziehen, damit die Überlegungen im bestmöglichen Werkzeug und in der optimalen Bearbeitungsmethode resultieren.
Dazu gehören Aspekte wie Durchmesser und Qualität der Bohrung, Ausstattung oder Typ der Maschine, aber auch Rüstzeiten und Anzahl der Bohrungen oder Umfang der Bohrarbeiten – um nur die wichtigsten zu nennen. Dazu kommt die Berücksichtigung der spezifischen Bauteil- und Werkstoffmerkmale – also Oberflächenbeschaffenheit, Werkstoffstruktur, Faser- und Matrixwerkstoff (Harz) und Bauteildicke (Bohrungstiefe). Bei Sandwichstrukturen mit Metallschichten ist die Kombination aus Metalltyp und Bauteildicke der bedeutendste Aspekt.
Problematisch an der Bearbeitung von Verbundwerkstoffen ist die Tatsache, dass Qualitätsindikatoren, die typisch für das Bohren von Stahl sind, nicht direkt auf das Bohren von Verbundwerkstoffen übertragen werden können. Das kann eine Reihe von Gründen haben: Zum Teil fallen keine typischen Späne an. Zum Teil müssen die üblichen Anforderungen an die Oberflächengüte wie bei Stahl nicht erfüllt werden.
Werkzeug präzise für den Zerspanungsvorgang einrichten
Normalerweise hängt die Qualität der Bohrungen in Verbundwerkstoffen davon ab, wie weit sich die Schichten voneinander oder von der untersten Schicht trennen (Delamination) und wie stark in der Bohrung verbleibende Fasern ausfransen oder absplittern.
Beides sind besondere Qualitätsmerkmale, denn häufig sind sie nicht auf den ersten Blick erkennbar. Darüber hinaus ist es entscheidend, das Werkzeug präzise für den Zerspanungsvorgang einzurichten, weil sich die Bohrungsqualität oft schon verschlechtert, bevor sich Anzeichen für den Verschleiß des Werkzeugs zeigen.
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