Zerspanung

Bohrwerk steigert Produktivität bei der Bearbeitung von Generatorgehäusen

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Die zur vollständigen Bearbeitung benötigten Fräsköpfe werden von Škoda selbst gefertigt. Die Ausstattung der Maschine ermöglicht ebenfalls ein leistungsstarkes Längsnutenfräsen der Turbogeneratorenläufer. Die Bearbeitung der Längsnuten zur Aufnahme der Erregerwicklung wird mit Spezialscheibenfräsern durchgeführt. Aufgrund der Steifigkeit des Bohrwerkes bleibt der Lauf der Maschine auch während dieser Sonderoperation ruhig.

Turbogeneratorgehäuse in nur zwei Aufspannungen bearbeiten

Im Vergleich zu der bisherigen Technik, bei der noch sieben Aufspannungen notwendig waren, wird nun das Turbogeneratorgehäuse in nur zwei Aufspannungen bearbeitet. Das von der Zeit her aufwendige Fertigen von 96 Bohrungen mit einem Durchmesser von 22 mm im Inneren des Gehäuses unter verschiedenen Winkeln wird nun einfach mit einem in den entsprechenden Winkel geschwenkten Winkelkopf erledigt, der das Bohren unter beliebigem Winkel ermöglicht (Bild 3). Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für ein Turbogeneratorgehäuse belief sich bei der bisherigen Bearbeitung auf einer Karusselldrehmaschine auf 220 Stunden, während die neue Lösung mit dem Horizontalbohrwerk rund 130 Stunden benötigt.

Die Zeitersparnis bei der Fertigung eines Werkstücks beträgt somit etwa 41% bei wesentlicher Verbesserung der Genauigkeit. Vorteilhaft ist auch, dass die Bearbeitungslage der Generatorgehäuse der Lage im Betrieb entspricht, sodass die Genauigkeit um fast 30% verbessert werden konnte.

Zdenek Novak ist Leiter Technologie der Brush Sem s. r. o in Pilsen/Tschechische Republik; Vladimir Cadek ist Marketingdirektor der Skoda Machine Tools a. s. in Pilsen/Tschechische Republik.

(ID:324794)