Kunststoff- und Gummimaschinen

Branche bekennt sich zur Nachhaltigkeit

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Neu sei beispielsweise der Energiemonitor, den das Unternehmen auf seiner Hausmesse im vorigen Jahr vorgestellt hat. Mit seiner Hilfe werde der komplette Produktionsprozess transparent gemacht. An jeder Stelle lässt sich ablesen, wie viel Energie dort jeweils verbraucht wird. Dann lassen sich die Verbrauchsdaten miteinander vergleichen. "Wenn man direkt vor Augen geführt bekommt, wo etwas nicht optimal läuft, lassen sich viel leichter Verhaltensänderungen durchsetzen", erläutert Herschbach.

Abfall gar nicht erst entstehen lassen

Ein weiteres Beispiel sei die randstreifenfreie Extrusion. Bei der Folienherstellung ergeben sich üblicherweise minimalste Abweichungen in der Breite. Diese Überstände werden bislang abgeschnitten. Windmöller & Hölscher hat eine Methode entwickelt, die dieses Abschneiden erübrigt. Es entsteht also kein Abfall.

Darüber hinaus beschäftigt sich das Unternehmen seit einiger Zeit mit alternativen Kühlverfahren in der Folienextrusion. Konkret geht es darum, mit Wasser anstelle von Luft zu kühlen. "Die Idee hatten wir schon vor 20 Jahren, aber damals war die Technik noch nicht ausgereift. Mit einer Wasserkühlung können wir die Folienqualitäten verbessern und gleichzeitig die Folienproduktion einer Anlage erhöhen. Mit Blick auf Effizienz kann man sagen: Durch die Wasserkühlung können wir mehr Energie zurückgewinnen, denn das Wasser bewegt sich in einem geschlossenen Kreislauf. Anders als Luft, kann es nicht entweichen. Erste Anlagen haben wir schon verkauft", berichtet Herschbach.

Grundsätzlich können die Kunden bestehende Anlagen mit den Neuentwicklungen nachrüsten. Modernisierung durch Nachrüsten effizienter Komponenten bietet das Unternehmen auch auf Anlagen seiner Wettbewerber an.

Zur Nachhaltigkeit gibt es keine Alternative

Die Initiative Blue Competence ist für Herschbach ein Zeichen für die Gesellschaft. "Wir machen damit deutlich, dass sich mit dem deutschen Maschinenbau eine ganze Branche zur Nachhaltigkeit verpflichtet" sagt er. Blue Competence zeige, dass die Unternehmen des Maschinenbaus verstanden haben, warum es keine Alternative zur Nachhaltigkeit gibt: Die Weltbevölkerung wächst. Immer mehr Menschen stehen knapper werdende Ressourcen zur Verfügung. "Wenn wir auch in Zukunft in Wohlstand leben wollen, müssen wir mit diesen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen", so Herschbach.

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