Günstig gegen Gleitbomben Rheinmetall will mit Südkoreanern Lenkflugkörper bauen

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Rheinmetall denkt über eine neue Waffe nach, die den, wie es heißt, tückischen Angriffen sogenannter Gleitbomben den Garaus machen soll ...

Diese Art von Gleitbomben entfalten in der Ukraine eine verheerende Wirkung, wenn sie von Russland aus gestartet werden. Damit man eine effektive Waffe dagegen hat, arbeitet Rheinmetall jetzt mit einem südkoreanischen Spezialisten für Raketen zusammen ...(Bild:  dpa)
Diese Art von Gleitbomben entfalten in der Ukraine eine verheerende Wirkung, wenn sie von Russland aus gestartet werden. Damit man eine effektive Waffe dagegen hat, arbeitet Rheinmetall jetzt mit einem südkoreanischen Spezialisten für Raketen zusammen ...
(Bild: dpa)

Zur Abwehr von sogenannten Gleitbomben und anderen feindlichen Flugkörpern arbeitet Rheinmetall künftig eng mit einem südkoreanischen Rüstungsunternehmen zusammen, wie heute in Paris auf der Messe Eurosatory bekannt wurde. Man wird ein Gemeinschaftsunternehmen mit LIG Defence & Aerospace aus Yongin gründen und daran die Mehrheit halten, teilte Rheinmetall auf der Rüstungsmesse mit. Das Joint Venture soll demnach Lenkflugkörper bauen, um damit etwa Gleitbomben recht günstig zu zerstören. So ein Flugkörper koste nur einen Betrag im hohen 5-stelligen Euro-Bereich und damit weniger als größere Raketen, für die die mitunter mehr als eine Million Euro zu berappen sei und bislang eher notgedrungen zur Abwehr der Bomben genutzt werden. Den Impuls gab einmal mehr der Ukraine-Krieg, der das Problem mit den Gleitbomben offenbarte. Denn russische Flugzeuge bringen sie an die Grenze oder an die Front, entkoppeln sie und lassen sie dann die letzte Strecke durch die Luft gleiten. Weil sie keine Hitzesignatur haben, sind sie für die Flugabwehr schwer zu erkennen -Flugabwehrgeschütze eignen sich nicht zur Eliminierung. Die Südkoreaner stellen aber nicht nur Raketensysteme her, sondern auch Sonare und Schiffsdrohnen, wie man weiter erfährt. Ihre Auftragsbücher seien voll. Zu ihren Kunden gehörten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Man bündele nun die Stärken und will in Europa gemeinsam forschen und entwickeln, werben und verkaufen sowie produzieren, sagte LIG-D&A-Chef Ickhyun Shin. Europa trete damit in eine neue Ära der Verteidigungsmodernisierung ein.

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