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Vecoplan CFK-Rohstoff zu recyceln ist wirtschaftlich und sinnvoll

| Redakteur: Peter Königsreuther

Weil die Herstellung von Carbonfasern relativ teuer ist, lohnt sich nach Ansicht von Vecoplan deren Wiedergewinnung mit entsprechenden Recycling-Maschinen und -Systemen, die das Unternehmen entwickelt und vertreibt.

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Die Nachfrage nach recyceltem CFK steigt, heißt es. Das Unternehmen Vecoplan sieht deshalb im Recycling von CFK-Komponenten durch seine Systeme eine wirtschaftliche Möglichkeit diesen wertvollen Rohstoff zurück zu gewinnen. Unter anderem bietet Vecoplan dafür diesen Einwellenzerkleinerer des Typs VAZ 2000 an.
Die Nachfrage nach recyceltem CFK steigt, heißt es. Das Unternehmen Vecoplan sieht deshalb im Recycling von CFK-Komponenten durch seine Systeme eine wirtschaftliche Möglichkeit diesen wertvollen Rohstoff zurück zu gewinnen. Unter anderem bietet Vecoplan dafür diesen Einwellenzerkleinerer des Typs VAZ 2000 an.
(Bild: Vecoplan)

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) sind wesentlich leichter als Bauteile aus Stahl und erheblich stabiler. Mit diesen Eigenschaften sind sie insbesondere für die Luftfahrtindustrie oder den Automobilbau von Interesse. Doch die Fertigung der Fasern ist kostenintensiv, sagt Vecoplan. Eine wirtschaftliche Alternative sei es, CFK-Komponenten zu recyceln. Welche Herausforderungen und Chancen darin liegen, zeigte die Vecoplan AG in einem Workshop gemeinsam mit Experten der Transferinitiative Rheinland-Pfalz, Ecoliance Rheinland-Pfalz e.V. und CC West, einer Abteilung des Carbon Composites e.V. (CCeV).

Bei Birmingham wird jetzt CFK recycelt

„Für viele Unternehmen, die CFK einsetzen und weiterverarbeiten, ist die Kostensenkung und schnellere der Herstellung dieses Materials ein dringend zu lösendes Problem“, beschrieb Vecoplan-Ingenieur Stefan Stehle. Eine Lösung sei es, Carbonfasern hochwertig zu recyceln, um sie ohne Qualitätsverlust zurückzugewinnen und weiterverarbeiten zu können. Die Vecoplan AG entwickelt, wie es heißt, produziert und vertreibt die Maschinen und Anlagen dafür, die Primär- und Sekundärrohstoffe im Produktions- und Wertstoffkreislauf zerkleinern, fördern und aufbereiten. Als Beispiel nannte Stehle in seinem Vortrag das englische Unternehmen ELG Carbon Fibre, das in der Nähe von Birmingham ihren Sitz hat.

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Recyclingsysteme in 6 Monaten startbereit

Für die Herstellung von Formteilen und Halbzeugen aus recycelten CFK-Komponenten hat Vecoplan eine Anlage geliefert, die aus leistungsstarken Einwellenzerkleinerern VAZ 2000, Niederhaltern für sperriges Aufgabematerial, pneumatisch absenkbaren Gegenmessern und einem Gurtförderer mit einer Breite von 1400 mm besteht, beschreiben die Vecoplan-Experten. Die Zerkleinerer sind mit den kräftigen Hitorc-Direktantrieben ausgestattet. Diese erreichen ein Drehmoment von 20.000 Nm. Das Be- und Entladefördersystem arbeite mit einem Volumenstrom bis 1170 m³/h. „Um CFK zu dosieren, haben wir eine Sonderkonstruktion für die chargenweise Abfüllung entwickelt“, sagt Stehle. Diese besteht aus Doppelschleusen mit automatischer Füllstandskontrolle, Spezial-Dosierbehältern und Zwischenlagern, so Stehle. Um Platten mit Stärken über 15 mm oder mit Längen ab 1500 mm zu verarbeiten, würden diese vor den Zerkleinerern vorkonfektioniert. Die komplette Anlage komme auf eine Kapazität von 15.000 t/Jahr. In rund 6 Monaten waren die Systeme in Birmingham einsatzbereit, heißt es weiter.

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