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Mahr CNC-Messplätze mit Roboterunterstützung machen die Fertigung flexibler

| Redakteur: Udo Schnell

CNC-Messplätze mit Roboter-Unterstützung von Mahr zur Kontur- und Rauheitsmessung sind ein Bestandteil der vernetzten Fabrik der Industrie 4.0. Roboter be- und entladen diese Messplätze mit Werkstücken. Diese werden laut Mahr automatisch erkannt und markiert und nach vorprogrammierten Messprogrammen selbstständig vom Messgerät gemessen.

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Roboterunterstützter CNC-Messplatz für die Kontur- und Rauheitsmessung.
Roboterunterstützter CNC-Messplatz für die Kontur- und Rauheitsmessung.
(Bild: Mahr)

Messtechnik – us. In der smarten Fabrik der Industrie 4.0 sind Fertigungsmaschinen, Messtechnik und Produktionsprozesse anpassungsfähig und vernetzt. Werkstücke tragen mittels Data Matrix Code Informationen zu ihrer Herstellung oder ihrer Qualität. Maschinen können diese Informationen auslesen und sich für die Fertigung selbst anpassen. Der Applikationsspezialist Mahr bietet nach eigenen Angaben automatisiert arbeitende CNC-Messplätze, die in die vernetzte Fabrik der Zukunft integriert werden – für die 100-Prozent-Kontrolle genauso wie für Stichproben. Diese Messtechnik 4.0 macht die Qualitätssicherung und damit den gesamten Prozess schneller und erhöht zugleich die Produktsicherheit.

Roboter übernimmt das Handling der Produkte im Messablauf

Das CNC-Messplatz-Konzept umfasst laut Mahr eine Ladestation, auf der smarte Werkstücke abgelegt werden. Der Roboter übernimmt das automatische Handling der Produkte im Messablauf. Eine Erkennungsstation mit Kamera identifiziert über den Data Matrix Code das Produkt. Dem Messplatz wird das zu messende Werkstück mitgeteilt. Der Roboter belädt den Drehtisch mit dem Produkt. Er wählt das passende Messprogramm mit dem richtigen Messablauf aus – beispielsweise eine Kontur- und Rauheitsmessung.

Je nach Messprogramm stellt sich, so das Unternehmen weiter, das Vorschubgerät auf die Messung ein. Das hochgenaue Messsystem Mar-Surf LD 130 führt anschließend die produktspezifischen Messungen durch. Selbsttätig und frei von Bedienfehlern fährt der Taster die Messpositionen an, heißt es. Anschließend identifiziert die Lese- und Markierstation das Werkstück und bringt mittels Laser eine weitere Markierung in Form einer Nummer an – sie beinhaltet unter anderem die Qualitätsgüte. Anschließend deponiert der Roboterarm das Produkt in der Ablagestation.

Aufgenommene Messdaten können in einer Cloud gespeichert werden

Wie Mahr ausführt, beschleunigen die roboterunterstützten CNC-Messplätze die Qualitätssicherung: Der gesamte Messablauf bekommt durch das automatisierte Handling via Roboter beim Be- und Entladen der Messstation, beim Markieren sowie beim Abladen im Depot eine deutliche Beschleunigung. Die aufgenommenen Messdaten oder -ergebnisse können via Bussystem in einer Qualitätsdatenbank oder einer Cloud gespeichert werden.

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