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Roboter Cobot bewegt bis zu 20 kg

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Mit dem neuen Motoman HC20DT IP67 erweitert Yaskawa sein Portfolio an kollaborativen Robotern um ein großes Modell. Der Cobot ist ausgelegt für ein maximales Handlingsgewicht von 20 kg und deckt einen Arbeitsbereich von 1700 mm ab.

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Mit dem neuen Motoman HC20DT IP67 erweitert Yaskawa sein Portfolio an kollaborativen Robotern.
Mit dem neuen Motoman HC20DT IP67 erweitert Yaskawa sein Portfolio an kollaborativen Robotern.
(Bild: Yaskawa)

Der Cobot unterstützt zum Beispiel beim Palettieren größerer Kartons, Kisten oder anderer stapelbarer Güter. Auch in rauen Umgebungen, wie etwa der Werkzeugmaschinenbeladung, wo der Roboter häufig mit Kühlemulsionen in Kontakt kommt, eigne sich der Cobot durch seine staub- und wasserdichte IP67-Schutzklasse. Die hohe Traglast ermöglicht zudem das gleichzeitige Handhaben mehrerer schwerer Werkstücke mit einem Doppelgreifer. Aber auch Einsätze in der Lebensmittel- und Chemieindustrie sind durch die leicht zu reinigenden Oberflächen und der Nutzung von lebensmittelgeeigneten Schmierfett möglich.

Sicherheit durch sechs integrierte Momentensensoren

Die geforderte Sicherheit im direkten Kontakt mit dem Bediener gewährleistet die Neuentwicklung durch sechs integrierte Momentensensoren, die eine flexible Interaktion zwischen dem Roboter und seiner Umgebung ermöglichen. Der Roboterarm ist so konstruiert, dass eine Quetschgefahr, etwa für Finger, ausgeschlossen ist. Aus Sicht der deutschen und europäischen Sicherheitsnormen kann der Motoman HC20DT IP67 – wie auch schon der kleinere HC10DT – als Roboter mit Leistungs- und Kraftbegrenzung gemäß der technischen Spezifikation ISO TS 15066 eingesetzt werden. Er benötigt, abhängig von der Risikobewertung, damit keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel eine Schutzumzäunung, wodurch Platz und Kosten eingespart werden. Die kompatiblen Hochleistungssteuerungen YRC1000 beziehungsweise YRC1000micro mit integrierter FSU- und PFL-Platine erfüllen den Performance Level PL d Kategorie 3 nach DIN EN ISO 13849-1. Diese können sowohl für Cobots als auch für normale Yaskawa-Industrieroboter verwendet werden.

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Hybridmodus möglich

Um die Performance des Roboters weiter zu erhöhen, kann dieser auch im Hybridmodus durch das Anbinden externer Sicherheitstechnik, wie zum Beispiel Laserscanner, betrieben werden. Dadurch wechselt der Cobot zwischen der kollaborierenden, der geschwindigkeitsreduzierten und der vollen Geschwindigkeit, um in Abhängigkeit der Distanz zum Mitarbeiter maximale Taktzeit zu erzielen.

Über die Sicherheitsaspekte hinaus stand bei der Konzeption des HC20DT IP67 – ebenfalls wie beim HC10DT – von Anfang an eine besonders nutzerfreundliche Bedienung im Fokus. Durch die sechs integrierten Momentensensoren sowie durch die Überwachung und Auswertung externer Kräfte sei es möglich, den Roboterarm direkt mit der Hand zu führen und zu programmieren (Direct Teach, DT). Dadurch ergibt sich eine Zeitersparnis bei der Erstellung von Roboterprogrammen.

Die Programmierung erfolgt durch die am Flansch angebrachten Buttons „MOVE“, „Teach“ und „Tool Utility“. Doch auch in Verbindung mit dem besonders benutzerfreundlichen Programmiergerät Smart Pendant oder mit einem herkömmlichen Handbediengerät (Teach Pendant) lässt sich der neue Motoman HC20DT IP67 leicht programmieren und bedienen.

Neben dem HC20DT IP67 sind vier weitere MRK-fähige Robotermodelle von Yaskawa verfügbar: HC10, HC10DT, HC10DT IP67 und später für den Lebensmittelbereich HC10DTF.

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