Beschichtungstechnik Konzepte für die CFK-Prepreg-Imprägnierung

Autor / Redakteur: Andrea Glawe / Peter Königsreuther

Der Markt für Faserverbundwerkstoffe aus carbonfaserverstärkten Materia-lien boomt. Das stellt viele Verarbeiter vor die Hürde, ihre textilen Strukturen möglichst homogen und wirtschaftlich mit den Matrixsystemen zu versehen. Dabei hilft die passende Anlagentechnik eines Beschichtungsexperten.

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Prinzipdarstellung der Funktion des auf der zuvor gezeigten Walzenauftraganlage.
Prinzipdarstellung der Funktion des auf der zuvor gezeigten Walzenauftraganlage.
(Bild: Kroenert)

Aufgrund der steigenden Anforderungen an Faserkonstruk-tionswerkstoffe stellt sich immer öfter die Frage, welchen Beitrag der Beschichtungsanlagenbau für standardisierte Produkte in Prepreg-Anwendungen leisten kann. Composites sind Hochtechnologieprodukte nicht nur wegen ihrer zunehmenden Anwendung in der Luft- und Raumfahrt, sondern auch wegen ihrer schwierigen Handhabung in den verschiedenen Herstellungsschritten etwas Besonderes.

Viele Kombinationsmöglichkeiten bedingen flexible Anlagen

Das fängt schon bei der Harzfilmherstellung an erstreckt sich über die Faserimprägnierung bis hin zum fertigen Bauteil. Aber leider gibt es nicht das absolute Prepreg auf dem Markt. Die Eigenschaften dieser Halbzeuge werden sowohl durch die verschiedenen Faserqualitäten definiert als auch durch die Vielzahl der möglichen Harze für das Imprägnieren, die von langsam reagierenden bis zu vergleichsweise schnell vernetzenden Systemen reichen und auf unterschiedlichster chemischer Basis basieren, wie etwa auf Epoxid oder Phenol. Prozesssichere Eigenschaften zu erreichen, ist aufgrund der Menge an Kombinationsmöglichkeiten recht heikel.

Anlagenhersteller sind mehr als Lösungsanbieter

Eine konstante Produktqualität bei gleichen Substrat- und Harzanwendungen kann jedoch durch die Anlagentechnik zur Harzfilmherstellung und zur Imprägnierung, das heißt dem Übertrag des Harzfilms auf die zu beschichtenden Carbonsubstrate, garantiert werden. Hersteller von Beschichtungs- und Laminieranlagen sind dabei gefordert, in ihrem Denken weit mehr als ein Lösungsanbieter zu sein, denn höchste Anforderungen an das Endprodukt sind heute längst Standard. Effizienzsteigerungen, Ausschussminimierung, hohe Anlagenverfügbarkeit, Wartungs- und Bedienerfreundlichkeit sowie der Service sind in diesem Rahmen die wichtigsten Themen.

Mit der Applikation von Harzfilmen auf Release-Substraten (Überträger) und der Imprägnierung von Carbonfasersubstraten und -tapes als zweitem Schritt zur Herstellung von Prepregs wird maßgeblich die Qualität des späteren Bauteils definiert.

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