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Siemens/Schaeffler CT-Fahrsystem verbessert die Wirtschaftlichkeit

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit beim Bau von verfahrbaren Computertomographen (CT) feierten Schaeffler und Siemens Healthcare in Homburg/ Saar anlässlich des einhundertsten dort gefertigten Fahrsystems (Sliding Gantry).

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Dr. Christoph Dickmann von Siemens Healthcare beschrieb die Grundidee der Sliding Gantry so: „Während bei einem Computertomographen normalerweise der Patient mit der Liege durch das Gerät fährt, bewegt sich beim Sliding Gantry CT das Gerät während der Bildgebung über den Patienten, der auf einem fest eingestellten Tisch liegt, zum Beispiel bei einer Operation.“
Dr. Christoph Dickmann von Siemens Healthcare beschrieb die Grundidee der Sliding Gantry so: „Während bei einem Computertomographen normalerweise der Patient mit der Liege durch das Gerät fährt, bewegt sich beim Sliding Gantry CT das Gerät während der Bildgebung über den Patienten, der auf einem fest eingestellten Tisch liegt, zum Beispiel bei einer Operation.“
(Bild: Reinhold Schäfer)

Dieses Fahrsystem hat laut Dr. Christoph Dickmann von Siemens Healthcare große Vorteile: „Während bei einem Computertomographen normalerweise der Patient mit der Liege durch das Gerät fährt, bewegt sich beim Sliding Gantry CT das Gerät während der Bildgebung über den Patienten, der auf einem fest eingestellten Tisch liegt, zum Beispiel bei einer Operation.

Das ermöglicht neue Nutzungsmöglichkeiten, besonders für die therapeutische Bildgebung. Darüber hinaus kann das CT in zwei Räumen mit zwei ortsfesten Patientenliegen eingesetzt werden, zwischen denen der Scanner verfahren werden kann“.

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Prof. Dr. Reith vom Universitätsklinikum des Saarlandes hob in seinem Gastvortrag besonders den großen wirtschaftlichen Fortschritt für die Kliniken hervor: „Die Sliding Gantry ermöglicht es in dieser Form das erste Mal, einen einzigen Tomographen abwechselnd in zwei Zimmern einzusetzen.

Der Durchsatz lässt sich erhöhen und für Notfälle steht jederzeit ein Schock- beziehungsweise Interventionsraum mit CT bereit, ohne dass der geplante, klinische Alltag ins Stocken gerät.“

Zwei Entwicklungspartner – zwei Kompetenzen

Bei der Entwicklung des Fahrsystems für Computertomographen brachten beide Unternehmen ihre Kernkompetenzen zusammmen: Siemens Healthcare konzentrierte sich auf CT-Gerät, Bildgebung und Scannersteuerung, und Schaeffler auf die Mechantronische Linearsystemlösung beim Fahrsystem.

Dazu erklärte Henning Dombek, Leiter Systemlösungen bei Schaeffler Lineartechnik: „Mit der Übertragung der gesamten Lineartechnik an Schaeffler ging auch die Komplexität der dreidimensionalen Raumanpassung der Gantry in den Krankenhäusern in unsere Verantwortung über, wie beispielsweise die Längenvariabilität am Boden und an der Decke, die Anpassung an die Deckenhöhe und an den Bodenaufbau sowie die teleskopierbare Kabelsäule in mehreren Ausführungen.“

Das Besondere der Sliding-Gantry sei ein im System integriertes Erdbebensicherungselement, was besonders deshalb wichtig sei, weil viele der Gantrys im erdbebengefährdeten Japan eingesetzt werden. In der Bodengruppe sei darüber hinaus auch eine Sicherheits-Abschaltbaugruppe für den Antrieb integriert. „Wir kommen von der Komponentenebene, wir sind aber schon länger dabei, Subsysteme und komplette Einheiten zu bauen“ so Dombek.

„Wir können aus Standardbauteilen sehr schnell individuelle Kundenlösungen generieren“, ist sich Dombek sicher. Um die Lieferzeit zusätzlich zu reduzieren, habe man aus den 1600 möglichen Serien-Baukastenvarianten 165 definiert, die in verkürzter Zeit gefertigt werden können.

Ziel der beiden Entwicklerteams war ein All-inclusive-Paket für die Sliding Gantry, das die Logistik für Siemens und für den Projektleiter möglichst einfach machen sollte. Siemens entschied sich dafür, die an individuelle Endkundenverhältnisse angepasste Lineartechnik und Kabelführungen bei Schaeffler in Homburg komplett aufbauen und testen zu lassen. Anschließend wird das Fahrsystem verpackt und zu Siemens Healthcare nach Forchheim versandt.

Spagat zwischen Serie und Stückzahl 1 gelöst

Innerhalb nur eines Jahres entwickelten die Ingenieure von Schaeffler und Siemens gemeinsam die Sliding Gantry. Die Besonderheit bei diesem Projekt bestand darin, dass jedes CT-Fahrsystem für sich ein individuelles Einzelstück darstellt – generiert aus einem Serien-Baukasten mit 1600 möglichen Varianten.

Für Schaeffler Lineartechnik ergab sich die Herausforderung, trotz der hohen Varianz, dem Umfeld einer Baustelle und dem gesteckten Kostenrahmen eine Serienlösung zu entwickeln. „Am Schaeffler-Standort in Homburg haben wir beste Voraussetzungen, solch komplexe Projekte zu realisieren. Hier verfügen wir über das notwendige Know-how in allen Bereichen, angefangen von der Produktentwicklung, der Validierung, über den Einkauf, den Customer Service, dem Supply Chain Management bis zur Produktion vor Ort“, so Ralf Moseberg, Geschäftsleitung Lineartechnik.

Die konstruktive aber auch logistische Aufteilung in das Kernprodukt des Maschinenherstellers und in ein funktionsfertiges Linearsystem ist laut Schaeffler auch ein Modell für andere Maschinentypen, die erst beim Endkunden komplett aufgebaut werden können. Es entlaste den Maschinenhersteller ganz wesentlich von der Handhabung, Vormontage und Einstellung der Linearsystemkomponenten im eigenen Werk, entlaste den Warenein- und -ausgang und vereinfache den Versand. Für den Projektleiter vor Ort reduziere sich die Logistik auf ein Minimum – er könne sich auf einen termingerechten Aufbau der vormontierten Subsysteme konzentrieren.

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