Produktetrend Das bieten Ihnen aktuelle Schneidstoffträger

Autor: Simone Käfer

Oft sind die kleinen Dinge entscheidend. So tragen Wendeschneidplatten zur Lebensverlängerung von Zerspanungsmaschinen bei. Es gibt sie in unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Formen, sogar eine smarte Wendeschneidplatte haben wir entdeckt.

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Die Prozesssicherheit und längere Laufleistung mit der smarten Wendeschneidplatte soll durch höhere Schnittdaten (noch) nicht gefährdet werden.
Die Prozesssicherheit und längere Laufleistung mit der smarten Wendeschneidplatte soll durch höhere Schnittdaten (noch) nicht gefährdet werden.
(Bild: Pokolm)

Sie sorgen für eine stabile Beibehaltung der Schneidkantenposition und erhöhen die Lebensdauer von Zerspanungswerkzeugen. Wendeschneidplatten sitzen im Werkzeughalter und sind hohem Verschleiß ausgesetzt. In der Regel bestehen sie aus Hartmetall, Cermet, polykristallinem kubischen Bornitrid (CBN), polykristallinem Diamant (PKD) oder Schneidkeramik. Verschleißt eine Schneidkante, wird die Platte einfach gedreht oder gewendet. Hier stellen wir drei unterschiedliche Produkte vor. Außerdem berichtet ein Anwender über seine Erfahrungen mit einer Wendeschneidplatte, die sich selbst wendet.

Die Prozesssicherheit und längere Laufleistung mit der smarten Wendeschneidplatte soll durch höhere Schnittdaten (noch) nicht gefährdet werden.
Die Prozesssicherheit und längere Laufleistung mit der smarten Wendeschneidplatte soll durch höhere Schnittdaten (noch) nicht gefährdet werden.
(Bild: Pokolm)

Enorme Schwankungen bei Härte und Festigkeit des zu bearbeitenden Werkstoffes haben die Verantwortlichen im Werkzeugbau bei Borbet in der Vergangenheit immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, denn von der gewünschten Prozesssicherheit beim Schruppen war man weit entfernt. Bei der Fräsbearbeitung der Gießwerkzeuge mussten die Wendeschneidplatten aufgrund des Werkstoffes 1.2367 ESU, ein vergüteter, schwefel- und oxidarmer Stahl, besonders häufig gedreht werden. Deshalb wurden zunächst Tests mit Wendeschneidplatten anderer Hersteller gefahren. Der selbstdrehenden Wendeschneidplatte Spinworx von Pokolm stand man eher skeptisch gegenüber, testete sie dann aber doch.

Wendeschneidplatte erhöht die Prozesssicherheit

War früher der Verschleiß an einer Wendeschneidplatte zu groß, brach mitunter auch das Trägerwerkzeug. Seit dem Einsatz von Spinworx kommt es nicht mehr zu solchen Störfällen, die Prozesssicherheit ist demnach erheblich gestiegen. Nun fährt man bei Borbet zwar mit einer geringen Zustellung, dafür aber mit hohen Vorschüben. Die Schnittdaten: vc = 314 m/min, vf = 8000 mm/min, fz = 0,33 mm pro Zahn und ap = 0,42 mm. Bei dieser geringen Zustellung ist man nach dem Schruppen natürlich schon sehr nah an der fertigen Oberfläche und kann sofort mit dem Vor­schlich­ten beginnen.

Die Schnittdaten gegenüber der feststehenden Wendeschneidplatte hat man jedoch nicht gesteigert. Allerdings fuhr man eh schon mit hohen Zerspanraten und wollte diese nicht auf Kosten von Prozesssicherheit und Laufleistung gefährden. Die erzielte Prozesssicherheit ist unter anderem auch auf den weichen und ruhigen Lauf zurückzuführen, der gleichzeitig Vibrationen in der Maschine und an der Spindel spürbar reduziert. Zusätzlich muss der Fertigungsprozess nicht mehr unterbrochen werden.

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe