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Siemens Datennetz in der Produktion redundant restrukturiert

Autor / Redakteur: Jörg Latrasse / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Zur Sicherung und Optimierung der Produktion setzt ein Fürther Unternehmen in seiner Produktion auf industrietaugliche Netzwerkkomponenten aus dem eigenen Portfolio. Der Elektrokonzern erhält damit zusätzliche Redundanz auf der Distribution- und Access-Ebene.

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Bild 1: In einer neuen Produktionshalle am Standort Fürth fertigt Siemens Systems Engineering hochflexibel unterschiedliche Produkte in mittleren bis kleinen Losgrößen.
Bild 1: In einer neuen Produktionshalle am Standort Fürth fertigt Siemens Systems Engineering hochflexibel unterschiedliche Produkte in mittleren bis kleinen Losgrößen.
(Bild: Siemens)

In einer neuen Fertigungshalle am Standort Fürth hat der Geschäftsbereich Systems Engineering der Siemens AG Produktionsanlagen aus anderen Gebäuden und Werken konzentriert und in die Produktions- und Geschäftsprozesse integriert. Die dort geplante Datennetzarchitektur wurde mit industrietauglicher Datennetztechnik aus dem eigenen Scalance-Produktportfolio umgesetzt.

In der Halle „L“ (Bild 1) fertigt der Elektrokonzern seit März 2014 verschiedene Produkte in mittleren bis kleinen Stückzahlen bis hinunter zur Losgröße 1 – angefangen von einzelnen Platinen über Baugruppen bis hin zu komplexen Steuerungen für unterschiedlichste Industrieanwendungen. Der Ausdruck „Low volume – high mix“ beschreibt das Geschäft der Franken mit rund 5000 Produktvarianten treffend. Entsprechend groß ist die Zahl und Vielfalt unterschiedlicher Produktionsmittel und Arbeitsplätze, die in die überlagerten IT-Strukturen zu integrieren waren.

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Starke Partnerschaften

Entwickelt, geplant und umgesetzt wurde die erweiterte Datennetzlösung in enger Zusammenarbeit der Global Services Information Technology von Siemens, der lokalen IT-Abteilung am Standort und des Siemens-Partners Atos Deutschland. Beratend unterstützt wurden sie von den Netzwerkexperten des Bereichs Industrial Communication. Atos als internationaler Anbieter umfassender IT-Dienstleistungen brachte seine IT-Kompetenz über alle Realisierungsphasen des Projektes ein.

Zunächst wurden die individuellen Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit und Datensicherheit aufgenommen. Daraus entwickelten die Experten ein Datennetzdesign, das den besonderen Ansprüchen an eine sichere Vernetzung von Fertigungs- und Office-Umgebung genügt. „Für den Aufbau der Datennetze konfigurierten und installierten wir die Scalance-Komponenten und nahmen das Gesamtnetz in Betrieb“, erzählt Dieter Müller, Projektleiter Managed Services bei Atos.

Aufgaben und Anforderungen

Mit den zentralen Servern im Siemens Datacenter (WAN) sollten über 100 IT-Systeme (Clients) in der Produktion des Fürther Werkes vernetzt werden, darunter die Steuerungen von vier SMT-Linien (Surface Mounted Technology), Through-Hole-Technology-(THT-)Lötanlagen und Oberflächen-Veredelungsanlagen sowie PC an diversen Montage- und Prüfplätzen. Teile davon arbeiten im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr.

„Über das Datennetz sind Arbeitsaufträge für Maschinen und Anlagen, Arbeitsanweisungen für die Werker, aber auch Software-Updates und -Images für die Steuerungen zu verteilen“, so der Projektleiter aus dem lokalen IT-Team, Michael Dorn. Zur Nachverfolgung der einzelnen Prozessschritte erfordern alle Prozessvorgänge mit interaktivem Datenaustausch zwischen Endgeräten und Servern eine erhöhte Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit.

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