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Die Wissensfabrik ist ein Netz von 67 Unternehmen in ganz Deutschland und unterhält rund 900 Bildungspartnerschaften für die Vermittlung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft. „Als Hochtechnologieunternehmen sehen wir eine unternehmerische Aufgabe darin, junge Menschen bei der Berufswahl auf technische Berufe hinzuweisen“, erklärt Trumpf-Chefin Leibinger-Kammüller.
Ingenieure verzweifelt gesucht
Kaum eine Berufsgruppe ist zurzeit so gefragt wie Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler. Im Sommer 2008 gab es nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) rund 143 700 offene Stellen mehr als arbeitslos gemeldete Fachkräfte.
Von Juli 2007 bis Juni 2008 summierten sich die Wertschöpfungsverluste der deutschen Volkswirtschaft, so das IW weiter, aufgrund nicht besetzbarer oder verspätet besetzter Stellen auf 28,5 Mrd. Euro. Während die Politik auf sich warten lässt, versuchen viele Unternehmen, die von diesem Engpass betroffen sind, gegenzusteuern (Grafik in der Bildergalerie).
Pfiffige Lösung: Aufräumroboter
Den Ansatz, schon Kinder im Schulalter für technische Berufe zu begeistern, geht der Roboterhersteller Reis bereits seit 10 Jahren. Damals rief das Unternehmen den „Reis Robotics Invention Award“ ins Leben. Reis hat seinen Hauptsitz in Obernburg im Odenwald und beschäftigt weltweit rund 1000 Mitarbeiter.
Grund für die Auslobung des Awards war es, die Ausbildungssituation neu anzukurbeln. „Wir wollten bewusst keine Einzelaktionen starten, sondern eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Schulen initiieren“, erinnert sich Reis-Geschäftsführer Dr. Michael Wenzel. Der Preis wendet sich an Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen in den Gymnasien der Region Untermain.
Diese erhalten eine Erstausstattung mit Lego Mindstormkästen. Mit diesen Baukästen, die unter anderem Elektromotoren, Sensoren und Pneumatik-Bauteile enthalten, können die Kinder autonome interaktive Systeme konstruieren. „Dabei kommen immer sehr pfiffige Lösungen heraus, insbesondere wenn die Kinder Alltagsaufgaben in eine Roboterlösung wie den Aufräumroboter umsetzen“, berichtet Michael Wenzel.
Positive Bilanz nach 10 Jahren
Sein Resümee nach 10 Jahren fällt positiv aus: Schüler und Lehrer seien mit Feuereifer dabei und die Technikbegeisterung bei jungen Menschen in der Region sei geradezu spürbar. „Wenn wir heute Lehrstellen ausschreiben, etwa für den sehr begehrten und anspruchsvollen Beruf des Mechatronikers, dann können wir aus einem vollen Kandidatenpool guter Bewerber schöpfen“, so der Reis-Geschäftsführer.
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