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Fachkräftemangel

Dem Fachkräftemangel wirksam begegnen

| Redakteur: Ulrike Gloger

Deutschland leidet nach wie vor an einem eklatanten Fachkräftemangel, vor allem in den technischen Berufen. Trotz Bildungsgipfel und vieler Absichtserklärungen von Seiten der Politik ändert sich noch kaum etwas. Viele Unternehmen der Industrie haben längst zur Selbsthilfe gegriffen: Sie engagieren sich an Schulen, gründen Bildungsakademien und fördern ihren Nachwuchs.

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Wie schmeckt ein tiefgekühltes Weizenbrötchen? Warum kommen ein Fensterrahmen und ein Bleistiftspitzer aus der gleichen Maschine? Was macht ein Industrieroboter in der Chirurgie? Die Antworten auf all diese Fragen gab es am Abend des 1. November 2008 in der Leibniz Universität in Hannover. Das produktionstechnische Zentrum präsentierte seine Fakultät Maschinenbau in der „Nacht der Wissenschaft“.

Besucherandrang im produktionstechnischen Zentrum

Rund 10000 Besucher konnten hinter die Kulissen des produktionstechnischen Zentrums schauen, an Experimenten teilnehmen, Vorträgen lauschen und einen interaktiven 3D-Fabrikrundflug erleben. Auch für die Jüngsten gab es spannende Angebote: Das Institut für Werkstoffkunde beispielsweise ging der Frage nach, wie man schon vorher weiß, was sich in einem Überraschungs-Ei befindet – spielerisch wurde so die Funktionsweise eines Mikro-Computertomographen erläutert.

Wie wichtig es ist, schon bei Kindern das Interesse an Bildung und insbesondere an Technik zu wecken, das demonstriert die Wissensfabrik bereits seit 2005. Während des ersten deutschen Bildungsgipfels, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel am 22. Oktober nach Dresden geladen hatte, präsentierten die Kinder den anwesenden Bundes- und Landespolitikern ihre Ergebnisse, die sie im Vorfeld des Qualifizierungsgipfels im Rahmen regionaler Schülertage der Wissensfabrik erarbeitet hatten. Diese fanden im Oktober in Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen statt. Teilgenommen haben rund 300 Schüler.

Wichtigste Ressource sind kluge Köpfe

„Die wichtigste Ressource, über die Deutschland als rohstoffarmes Land verfügt, sind kluge Köpfe – jetzt und in Zukunft. Deshalb müssen wir heute in die Bildung unserer Kinder investieren”, so begründet Dr. Jürgen Hambrecht, BASF-Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer der Wissensfabrik, das Motiv für die Ausrichtung des Schülerdialogs.

Die Wissensfabrik wurde beim Schülerdialog in Dresden durch die Unternehmer Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Chefin der Ditzinger Trumpf-Gruppe und Tochter des Initiators der Wissensfabrik, Prof. Dr.-Ing. Berthold Leibinger, sowie Dr. Werner Redeker (Körber AG, Hamburg) und Matthias Grafe (Grafe Advanced Polymers, Blankenhain) vertreten. Ihre Unternehmen haben zusammen mit der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, und der Boehringer Ingelheim Pharma die regionalen Schülertage ausgerichtet. Der Schülerdialog zum Qualifizierungsgipfel bildete den Auftakt einer Reihe von Dialogveranstaltungen im Bildungssektor, die die Wissensfabrik 2009 durchführen wird.

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