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Welche Produktivitätsgewinne lassen sich daraus ableiten?
Thönes: Wir haben inzwischen Hunderte Maschinen mit Celos im Markt, die vom Kunden und vor allem von Seiten der Bediener exzellent bewertet werden. Zudem hat sich gezeigt, dass Produktivitätszuwächse bis zu 30 % erzielbar sind. Nehmen Sie als Beispiel die durch Celos ermöglichte Integration der Maschine in die Betriebsorganisation: Dadurch stehen jetzt alle für die Durchführung eines Auftrags notwendigen Daten und Dokumente strukturiert und transparent an der Maschine zur Verfügung. Das spart das Suchen und Sammeln von Auftragsinformation und reduziert entsprechend die Rüstzeiten. Ein weiteres Beispiel ist die neue Celos-App Tool Handling, mit der das Rüsten von Werkzeugen beschleunigt wird. Darüber hinaus bietet der Job Assistant dem Bediener einen strukturierten und transparenten Arbeitsvorrat an seiner Maschine, was die Auftragsplanung optimiert und zu einer höheren Auslastung der Maschine führt. Hinzu kommen Apps wie Tech Calculator, Documents oder CAD/CAM View, mit denen die Berechnungen von Prozessdaten vereinfacht, die Suche nach wichtigen Informationen verbessert oder dreidimensionale Darstellungen von Fertigungsaufträgen ermöglicht werden. In diesen Bereichen spart ein Bediener nochmals bis zu 50 % an Zeit.
Wie wird Celos vor diesem Hintergrund die Arbeit der Maschinenbediener verändern?
Thönes: Vor allem wird Celos die tägliche Arbeit mit unseren Maschinen deutlich vereinfachen, weil besser strukturieren. Das gewinnt umso mehr an Bedeutung, je mehr Daten und Informationen zu verarbeiten sind. Mensch und Maschine rücken enger zusammen. Der Maschinenbediener wandelt sich praktisch zum Maschinenmanager. In der Fabrik der Zukunft wird es demnach nicht zwangsläufig weniger Menschen geben. Aber es wird mehr Menschen geben, die als kreativer Planer, Steuerer und Entscheider in den Produktentstehungsprozess eingebunden sind. Deshalb werden gut ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte deutlich an Bedeutung gewinnen.
Gibt es keine Bedenken, die Bediener damit zu überfordern?
Thönes: Die optimale Integration des Mitarbeiterpotenzials gilt zurecht als wichtigster Parameter bei der Umsetzung neuer Produktionsprinzipien. Dabei dürfte die Gruppe der Bediener mit definiertem Handlungsmuster in der Fabrik der Zukunft immer kleiner werden. In dem Zusammenhang bietet Celos die Möglichkeit, über einen Smart Key individuelle Zugriffsrechte so zu organisieren, dass jedem Mitarbeiter entsprechend seiner Qualifikation ausgewählte Apps zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus haben wir generell die Erfahrung gemacht, dass die Bediener mit Celos eher von monotonen und zeitraubenden Arbeiten entlastet als mehr gefordert werden. Gerade junge Menschen haben mit der dialogorientierten App-Bedienung überhaupt keine Probleme. Auch ältere Bediener finden sich intuitiv sehr schnell in der Celos-Struktur zurecht. Zudem sind neue Mitarbeiter ohne großen Traininigsaufwand schnell in der Lage, die Maschinen zu bedienen.
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