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Mit dem DRCA 1 lassen sich Screenshots des Signalverlaufs, der Frequenzanalyse, des Effektivwert-Diagramms und der Schaltvorgänge erstellen. Eine bewertete Analyse gibt Aufschluss über den direkten Einfluss des Differenzstroms auf das verwendete RCD und gibt Empfehlungen zum Einsatz geeigneter Modelle. „Man kann die Kennlinien der verfügbaren FI-Schutzschalter einblenden und simulieren, ob die Maschine mit einem anderen besser laufen würde. So lässt sich schnell feststellen, welcher Schalter sich für welche Anlage am besten eignet“, erzählt der Messtechnik-Spezialist.
Leakwatch-System bezieht Messsignal auf Auslösekennlinien der FI-Schutzschalter
Ganz ähnlich arbeitet das kürzlich von der EP Antriebstechnik, Bruchkübel, vorgestellte Leakwatch-System. Dieses bietet die Möglichkeit, das Messsignal direkt in Bezug auf die Auslösekennlinien der FI-Schutzschalter aller namhaften Hersteller zu bringen. Eine Messung kann natürlich auch zu dem Schluss führen, dass Änderungen an der Anlage selbst notwendig sind. „Häufig ist eine nicht optimal dimensionierte Filterung daran schuld, dass das RCD auslöst“, weiß Helmut Schwarz zu berichten.
„Dann kann man dem Umrichter zusätzlich einen 4-polig wirksamen Netzfilter vorschalten, um die Störgrößen zu reduzieren.“ Dirk Erasmie zufolge ist der Fehler häufig in der geschirmten Motorleitung zu finden: „Natürlich senkt es den Strom, wenn man zwischen Antriebssteller und Motorleitung eine Induktivität einfügt. Wir empfehlen aber, besser eine kapazitätsarme Motorleitung einzusetzen.“
Typische Auslöser sind zu hohe Taktfrequenzen eines Umrichters
Weitere typische Auslöser sind zu hohe Taktfrequenzen eines Umrichters – oder sich addierende Ableitströme, wenn mehrere Umrichter über ein RCD abgesichert sind. „Wenn man diese Taktfrequenzen reduziert oder die Frequenzumrichter auf mehrere RCD verteilt, kann man die Effekte mit dem neuen Messgerät wunderbar sichtbar machen“, so Schwarz. SAM wie auch KEB haben den Residual Current Analyzer beim Hersteller gekauft.
Schwarz zufolge nutzt SAM ihn als Entwicklungs-Tool, „um Kunden ein optimales System anbieten zu können, das alle Sicherheitsvorschriften erfüllt. Das können wir anhand der Messprotokolle dokumentieren.“ Ganz ähnlich verfährt KEB: „Wir setzen die Mess- und Monitoring-Systeme zunehmend schon vor der Auslieferung einer Maschine ein, um diese zu prüfen“, so Erasmie.
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