Zerspanungsgigantin Die erste Taurus Gemini von Waldrich Coburg steht bereit!

Redakteur: Peter Königsreuther

Über 200 Kunden, Gäste und Medienvertreter haben die Open-House-Messe bei Waldrich Coburg genutzt, um die Taurus Gemini kennenzulernen. Hier ein kleines Resümee.

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Das ist sie! Die erste Taurus aus der Gemini-Familie, die Waldrich Coburg in der letzten Woche dem Publikum erstmals präsentiert hat. Das Unternehmen gehe mit dieser Kombination aus Brückengantry und Portalfräse in eine neue Zeit.
Das ist sie! Die erste Taurus aus der Gemini-Familie, die Waldrich Coburg in der letzten Woche dem Publikum erstmals präsentiert hat. Das Unternehmen gehe mit dieser Kombination aus Brückengantry und Portalfräse in eine neue Zeit.
(Bild: Waldrich Coburg)

Anfang letzter Woche lüftete man im Hahnweg nach dem Countdown das zerspanerische Geheimnis, als der Vorhang fiel und Geschäftsführer Uwe Herold die Taurus 30 Gemini vorstellte. Es waren die ersten Blicke auf eine Maschine der neuen Baureihe, die nicht von den Entwicklern stammten. Die Gemini, erklärte Herold, stellt eine neue Leistungsklasse dar und ist damit einzigartig – vor allem wegen der noch nie dagewesenen Verbindung aus Leistung und Dynamik. Es blieb auch nicht bei Allgemeinplätzen. Konkreter: Mit einer Leistung von 63 Kilowatt und einem Drehmoment von 1.500 Newtonmetern sowie einer dynamischen Zerspanung mit bis zu 20.000 Umdrehungen pro Minute, stehe die Gigantin allein auf weiter Flur.

Flexibler Mix aus Brückengantry und Portalfräse

Nach vielen Jahrzehnten mit Hauptfokus auf riesige, hochpräzise arbeitende Portalfräsmaschinen, brach 2014 eine neue Zeitrechnung für Waldrich Coburg an. Das Geschäftsmodell wurde auf eine breitere Basis gestellt. Herold erklärte: „Wir haben uns entschieden, außer den bekannten kundenspezifischen Maschinen und dem Service, auch Standardmaschinen ins Portfolio zu stellen. Diesen Schritt markiert die Produktlinie Taurus.“ Sie kombiniert das Konzept einer Brückengantry-Maschine mit dem Portalanlagenprinzip. Sie überbrücke damit mehrere Konzepte, was dem Anwender mehr Flexiblität in einem System biete.

Waldrich Coburg, wie Herold anmerkte, habe damals vor der Herausforderung gestanden, das beste eigene Know-how in dieses neue Produkt zu integrieren, das auf einem einem konkurrenzlosen Preis-Leistungs-Niveau zu finden sein sollte, als die bisherigen Zerspanungssysteme.

Blick in den großzügigen Arbeitsraum der Premiere-Taurus-30-Gemini, der ersten öffentlich gezeigten Standardmaschine, aus dem Hause Waldrich Coburg. Vor allem der Werkzeug- und Formenbau dürfte interessiert sein.
Blick in den großzügigen Arbeitsraum der Premiere-Taurus-30-Gemini, der ersten öffentlich gezeigten Standardmaschine, aus dem Hause Waldrich Coburg. Vor allem der Werkzeug- und Formenbau dürfte interessiert sein.
(Bild: Waldrich Coburg)

Werkzeug- und Formenbau dürfen sich freuen

Mit dieser Maschine sollen jene angesprochen werden, die eine hohe Produktivität suchen, beste Oberflächen erreichen wollen und hohe Genauigkeiten benötigen – bei gleichzeitig hoher Zerspanungsleistung. Der Werkzeug- und Formenbau wäre demnach ein gutes Einsatzfeld. Mit den beiden Längen 4 oder 7 Meter in X-Richtung und dem ebenfalls erhältlichen Rundtisch bietet Waldrich Coburg damit eine Allrounderin mit einem Design an, das sich nahtlos in die Linie von Taurus 25/30 einfüge.

Für das Coburger Unternehmen war außerdem klar, dass es die Bearbeitungsachsen nicht (wie die Mitbewerber) in Richtung Linearführungen konzipieren muss, sondern im Hinblick auf das eigene, gut funktionierende, hydrostatische Führungssystem, um die Performance zu erreichen, die man von Waldrich Coburg gemäß Pflichtenheft gewohnt ist. Auch beim Design ist man unübersehbar neue Wege gegangen, mit dem Ziel, auch die emotionale Seite bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen.

Das Ziel wird es in Zukunft sein, die Standardmaschinen im Geschäftsmodell konsequent zu verankern, wie Herold abschließend betonte.

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