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Kyocera auf der EMO Hannover 2017 Die Lebensdauer bei Schneidwerkzeugen verlängert sich signifikant

| Redakteur: Helmut Klemm

Kyocera stellt auf der EMO Hannover unter anderem Wendeschneidplatten mit speziell geformten Spanbrechern aus. Sie sollendie bislang bekannten Grenzen konventioneller Zerspanungswerkzeuge überwinden.

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Der neue Fräser MFAH für die Aluminiumbearbeitung soll geringe Gratbildung, einen niedrigen Schnittwiderstand und – daraus resultierend – eine deutlich gesteigerte Effizienz gewährleisten.
Der neue Fräser MFAH für die Aluminiumbearbeitung soll geringe Gratbildung, einen niedrigen Schnittwiderstand und – daraus resultierend – eine deutlich gesteigerte Effizienz gewährleisten.
(Bild: Kyocera)

Der japanische Keramikspezialist Kyocera stellt auf der EMO eine Vielzahl neuer Schneidwerkzeuge für die industrielle Bearbeitung und Fertigung vor. Zu den von dem Unternehmen hervorgehobenen Innovationen zählen Wendeschneidplatten mit sogenannten Spanbrechern, neue Fräser und Bohrer mit Wendeschneidplatten und neue Keramiksorten für hochwarmfeste Legierungen.

Als sehr innovativ wird der neue Fräser des Typs MFAH mit Hybrid-Design bewertet, der für die Aluminiumbearbeitung entwickelt wurde. Er zeichne sich durch geringe Gratbildung, einen niedrigen Schnittwiderstand und – daraus resultierend – eine deutlich gesteigerte Effizienz aus, heißt es.

Außerdem zeigt das Unternehmen eine Reihe von 3D-gedruckten Schneidwerkzeugen und Werkzeughalterlösungen, darunter auch Chip-freie PKD-Reibahlen für Zylinderkopf-Wasseranschlussbohrungen sowie vibrationsdämpfende Werkzeugaufnahmen. Die mit bis zu acht Schneidkanten ausgestattete Multi-Flute-PKD-Reibahle für die Herstellung von Schiebergehäuse-Ventilbohrungen soll ungewöhnlich schnelles Reiben von hochwertigen Bohrungen in Aluminiumgussteilen ermöglichen.

Wendeschneidplatten mit neuartigen Spanbrechern

Besonders verwiesen wird auch auf Wendeschneidplatten mit neuartigen Spanbrechern für das Drehen, die speziell für Schruppverfahren bis zur mittleren Bearbeitung von hochwarmfesten Legierungen ausgelegt sind. Konventionelle Werkzeuge stoßen Kyocera zufolge in solchen Fällen oft an Grenzen. Ihre kurze oder stark schwankende Standzeit resultiert in häufigeren Rüstzeiten und damit in einer geringeren Produktivität.

Wendeschneidplatten mit Spanbrechern reduzieren radiale Kräfte. Das verhindert Vibrationen und erhöht die Produktivität.
Wendeschneidplatten mit Spanbrechern reduzieren radiale Kräfte. Das verhindert Vibrationen und erhöht die Produktivität.
(Bild: Kyocera)

Die bei gängigen Wendeschneidplattenformen (R- oder S-Ausführung) notwendige hohe Schnittkraft erzeugt, wie Kyocera ausführt, Vibrationen und schränkt so den Anwendungsbereich ein. Dadurch sei es zum Beispiel problematisch, die notwendige Bearbeitungsbeständigkeit für Turbinenteile zu gewährleisten.

Der neue SQ-Spanbrecher für die mittlere Bearbeitung und der neue SX-Spanbrecher für die Schruppbearbeitung sollen diese Probleme lösen. Beim SX-Spanbrecher sorge eine spezielle Geometrie (R/L-Ausführung) und das einzigartige axiale Design für eine deutliche Reduktion der Schneidkantentemperatur. Das verlängere die Lebensdauer der Werkzeuge deutlich, betont das Unternehmen.

Ein negativer Anstellwinkel von 60° verhindert Gratbildung bei gleichzeitig hoher Schnitttiefe. Der SX-Spanbrecher reduziert außerdem die radiale Kraft. Das verhindert Vibrationen und erhöht die Produktivität. Der SX-Spanbrecher könne deshalb auch für Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungen eingesetzt werden und dabei eine kontinuierlich hohe Leistung erbringen, so Kyocera.

Spanbrecher erhöht die Standzeit der Werkzeuge

Der SQ-Spanbrecher erhöhe die Standzeit der Werkzeuge und steigere die Produktivität in der mittleren Bearbeitung. Ein spezielles axiales Design verringere ebenfalls die Schneidkantentemperatur. Die geneigte Scheidkante reduziere Gratbildung und Kerbverschleiß.

Ebenfalls auf der Messe zu sehen ist der neue Wendeschneidplattenbohrer Magicdrill DRV, der insbesondere für die Automobil- und die Luftfahrtindustrie sowie für die Medizintechnik entwickelt wurde und erstmals eine CVD-beschichtete Wendeschneidplatte (Chemical Vapor Deposition) an der Außenschneide mit einer PVD-beschichteten Wendeschneidplatte (Physical Vapor Deposition) an der Innenschneide kombiniert.

Das Unternehmen Kyocera Fineceramics finden Sie auf der EMO Hannover in Halle 5 auf Stand E44.

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