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Keramikfräser Die Meister fürs Grobe bringen Superlegierungen flotter in Form

| Redakteur: Peter Königsreuther

Eine neu entwickelte Familie aus Keramikfräsern vom Team Cutting Tools von Ceratizit zerspant HRSA-Werkstoffe, wie Nimonic, Waspaloy, Hastalloy und Stellite produktiv und skrupellos, heißt es.

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Für die „grobe“ Bearbeitung von HRSA-Werkstoffen erweisen sich Keramik-Wendeschneidplatten als günstiger, weil die Zykluszeiten, aufgrund der verbesserten Schnittdaten, bedeutend geringer werden, sagt Ceratizit. Deshalb gebe es jetzt zwei neue Keramiksorten, um die etwa der Flugzeugbau und die Turbinenhersteller nicht herum kämen.
Für die „grobe“ Bearbeitung von HRSA-Werkstoffen erweisen sich Keramik-Wendeschneidplatten als günstiger, weil die Zykluszeiten, aufgrund der verbesserten Schnittdaten, bedeutend geringer werden, sagt Ceratizit. Deshalb gebe es jetzt zwei neue Keramiksorten, um die etwa der Flugzeugbau und die Turbinenhersteller nicht herum kämen.
(Bild: Ceratizit)

Diese Superlegierungen, erklärt Ceratizit werden vor allem im Flugzeugbau, dem Raumfahrsektor und speziell für die Herstellung von Turbinenschaufeln und -gehäusen immer attraktiver. Die Vorteile von Keramik als Fräserwerkstoff im Vergleich zu Hartmetall erklären sich beispielsweise aus der guten Hitzebeständigkeit. Das, heißt es weiter, ermöglicht bis zu 20-mal schnellere Schnittgeschwindigkeiten als bisher, wobei Schnittgeschwindigkeiten bis 1000 m/min erreicht werden können. Hartmetall-Wendeschneidplatten seien aber nach wie vor das Werkzeug der Wahl, wenn es um die Schlichtbearbeitung dieser Werkstoffe gehe.

Mehr Speed beim Zerspanen mit längerer Lebensdauer

Für die „grobe“ Bearbeitung hingegen erweisen sich die Keramik-Wendeschneidplatten als sehr günstiger, weil die Zykluszeiten,aufgrund der verbesserten Schnittdaten, bedeutend geringer werden, sagt Ceratizit.

Das Team Cutting Tools hat für diesen Zweck nun zwei neue Keramiksorten in petto: einmal CTIS710 auf Basis von Siliziumnitrid (SiAlON) und andererseits CTKS710, eine Whisker-verstärkte Keramik, die im Vergleich zu Siliziumnitrid-Wendeschneidplatten eine höhere Zähigkeit aufweist. Diese neu entwickelten Sorten erhöhten nicht nur die Schnittgeschwindigkeiten sondern auch die Standzeiten. So war beispielsweise die Standzeit einer CTIS710-Wendeschneidplatte beim Zerspanen einer Turbinenschaufel aus Nimonic 80A bei Vc = 1000 m/min mit einem Vorschub von fz = 0,1 mm und einer Spantiefe von ap = 3 mm um rund 50 % höher als die Standzeiten, die ein Anwender mit seinen vorhandenen Keramik-Wendeschneidplatten erreichen konnte.

Passende Trägerwerkzeuge optimieren die Superlegierungszerspanung

Ergänzend zu den neuen Schneidplatten entwickelte Ceratizit das Trägerwerkzeug Maximill 261 für die positive Wendeplatte und Maximill 262 für neutrale Negativplatten, heißt es weiter. Das System Maximill 261 eigne sich zusätzlich zum zirkularen Eintauchen und Auskammern. Das Design des Klemmkeils, betont Ceratizit, das aus gehärtetem Stahl besteht, optimiert die Spänebeseitigung und die Kühlung, weil die Druckluft direkt an die Schnittkante geleitet wird.

Durch die steigende Nachfrage aus dem Luft- und Raumfahrtsektor und den verstärkten Einsatz von HRSA werde die Bereitstellung effizienter und wirtschaftlicher Zerspanungslösungen immer wichtiger. „Deshalb sind die Entwicklungsarbeit der Ceratizit-Gruppe und das Angebot entsprechender Technologie des Team Cutting Tools ausschlaggebend dafür, dass Anwender die Zykluszeiten verkürzen und die Produktivität steigern können“, erklärt Claude Sun, Geschäftsführer der Ceratizit Deutschland GmbH.

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