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2. Bionik-Kongress Baden-Württemberg Die Natur inspiriert den Automobil- und Maschinenbau

| Redakteur: Stefanie Michel

Begreifen kann man Bionik nur, wenn man sie „in die Hände“ nimmt und mit den Entwicklern von bionischen Problemlösungen ins Gespräch kommt. Diese Möglichkeit bietet der 2. Bionik-Kongress Baden-Württemberg am 5. Mai 2015 im Mannheimer Technoseum.

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Natürliche Sandwich-Leichtbaukonstruktion am Beispiel einer Elefanten-Schädeldecke.
Natürliche Sandwich-Leichtbaukonstruktion am Beispiel einer Elefanten-Schädeldecke.
(Bild: Bild K. Luginsland, Technoseum Mannheim)

In Fachforen zu Aerodynamik und Geräuschen, Haften, Konstruktion, Handhabungstechnik und Robotik sowie Aus- und Weiterbildung berichten Fachleute beim 2. Bionik-Kongress Baden-Württemberg in Mannheim über die Entwicklung eigener Bionik-Produkte, die sie für die praktische Anwendung geschaffen haben.

Die Foren am Nachmittag sind so gestaltet, dass die Teilnehmenden mit diesen Fachleuten im kleineren Kreis diskutieren und auf diese Weise von deren Erfahrungen für sich und ihre eigenen Aufgabenbereiche profitieren können. In den Foren wird Bionik „angefasst“ und bei Bedarf auf Flipchart-Papier skizziert, was wo und wie gemacht wurde, um aus der Idee ein Produkt entstehen zu lassen. Die Teilnehmer können ihrerseits die Referenten zur Entwicklung ihres Produktes interviewen. Sie werden nachhaken und diskutieren können, was man aus deren Erfahrungen für sich und seine Aufgabenbereiche aus der Veranstaltung mitnehmen kann.

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Bionik haptisch erfahrbar machen

Mit dem nunmehr zweiten Kongress in Baden-Württemberg wird die an der Praxis ausgerichtete Veranstaltungsreihe im zweijährigen Rhythmus im Technoseum fortgesetzt. Im Vordergrund dieser Veranstaltung steht der Gedanke, die in der Dauerausstellung gezeigte Bionik den Teilnehmern haptisch erfahrbar zu machen. Der Bionik-Kongress richtet sich vorwiegend an junge Menschen, die in der Entwicklung und in der Qualitätssicherung tätig sind, sowie an betriebliche Ausbilder, die sich für junge Menschen engagieren. Prof. Dr. Peter M. Kunz, Organisator und Moderator der Veranstaltung: „Wir möchten insbesondere junge Menschen in der Industrie erreichen, die bei ihren Tätigkeiten bisher gar nicht so sehr auf die Idee gekommen sind oder gebracht wurden, dass man Problemlösungen in der Natur suchen und finden kann.“ Zudem sehe man in der Bionik einen interessanten Ansatz, um in den Unternehmen neue Wege aufzuzeigen, nachhaltige Produkte aus der Natur heraus inspiriert zu entwickeln.

Der Kongress wird unterstützt vom VDA, VDMA Baden-Württemberg, VDI Nordbadisch-Pfälzischer Bezirksverein, Kompetenznetz Biomimetik, von der Dr. Heinrich Netheler Stiftung, von Seyffer, John Deere und Ziehl-Abegg. Das detaillierte Programm und die Anmeldung ist über die Homepage des Bionik-Kongresses finden.

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