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Vollelektrische Verschlusssache Die neue Zykluszeitenrekordlerin bei Kunststoffverschlüssen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Engel verspricht, dass die neueste Art der vollelektrischen Spritzgießmaschinen-Modellreihe e-cap, Kunststoffverschlüsse noch schneller, präziser, materialsparender und prozesssicherer herstellen kann.

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Die neue e-cap-Generation vollelektrischer Spritzgießmaschinen zur Herstellung von Kunststoffverschlüssen für den Getränkesektor arbeitet laut Engel nicht nur mit besonders kurzen Zykluszeiten von unter 2s, sondern bringt dabei auch noch eine sehr hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit ins Spiel. An Bord ist auch Energiesparendes und den herrrschenden Materialtrends angepasste Verarbeitungskomponenten.
Die neue e-cap-Generation vollelektrischer Spritzgießmaschinen zur Herstellung von Kunststoffverschlüssen für den Getränkesektor arbeitet laut Engel nicht nur mit besonders kurzen Zykluszeiten von unter 2s, sondern bringt dabei auch noch eine sehr hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit ins Spiel. An Bord ist auch Energiesparendes und den herrrschenden Materialtrends angepasste Verarbeitungskomponenten.
(Bild: Engel)

Die Herstellung von 29/25-Getränkeleichtverschlüssen auf einer neuen e-cap 380 mache jedem klar, wie sich trotz kontinuierlich steigenden Anforderungen die Wünsche minimale Zykluszeit, hohe Präzision und Energieeffizienz kombinieren ließen. Bis heute ist die e-cap die energieeffizienteste Verschlussmaschine, die es gibt, betont Engel. Zugleich sei sie auch die einzige Spritzgießmaschine, die strikt an die Anforderungen der Caps-and-Closures-Industrie zugeschnitten ist. Das gilt auch im hohen Schließkraftbereich bis 4200 kN, in dem vollelektrisch produziert werden kann, merkt der Hersteller an. Mit einem durchschnittlichen ROI von unter zwei Jahren habe sich die e cap seit ihrer Markteinführung 2010 weltweit etabliert.

Strikt auf Dynamik und Produktivität ausgelegte Maschine

Eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der neuesten Variante spielt das kontinuierlich gesunkene Teilegewicht, heißt es. „Für stilles Wasser werden heute Verschlüsse mit einem Gewicht von deutlich unter 1 g verlangt“, merkt Friedrich Mairhofer, Produktmanager für vollelektrische Engel-Spritzgießmaschinen dazu an. Denn je kleiner das Teilevolumen, desto kürzer werden die Kühl- und damit die Zykluszeiten. Lagen die Zykluszeiten vor zehn Jahren noch bei etwa 2,5 s, müssen sogenannte Verschlussmaschinen heute im 2-s-Takt und noch schneller laufen können, erklärt der Experte. Bei der Entwicklung der neuen e-cap zielten die Engel-Ingenieure deshalb zum einen auf hohe Performance ab und zum anderen spielte die Stabilität eine Hauptrolle. Die neue e-cap schließt und öffnet ein Spritzgießwerkzeug nun noch dynamischer und damit flotter, lautet das Ergebnis. Ein stabileres Maschinenbett ist immun gegen die daraufhin wesentlich häufigeren Lastwechsel im Gesamtsystem der Anlage, so Mairhofer.

Bauteileauswurf während der Werkzeugöffnung

Den Beweis für die Performancesteigerung stellt Engel mit folgendem Beispiel an: 29/25-Verschlüssen wurden dazu in einem 96-fach-Werkzeug des Unternehmens Plastisud gefertigt. Das Schussgewicht liegt bei 1,3 g pro Kavität und die Zykluszeit dauert keine 2 s, heißt es. Verarbeitet wurde ein HDPE von Borealis/Borouge. Die Anlage arbeitet außerdem mit einer kameraunterstützten 100-%-Qualitätskontrolle von Imdvista und einem Trockenluftsystem von Eisbär. Als weitere Systempartner werden Piovan, Packsys Global und PSG aufgezählt. Der verstärkte Rahmen und die verstärkten Werkzeugaufspannplatten der neuen e-cap stabilisieren das System auch bei extrem kurzen Zyklen und sehr kleinen Schussvolumina, um die Werkzeugbewegungen exakt ablaufen zu lassen. Die sich daraus ergebende Abformgenauigkeit steigert die Gutteilequote sehr, verspricht Engel.

Getränkeverschlüsse nach neuesten Anforderungen wiegen heute unter 1 g. Sie sind relativ dünnwandig und werden aus Stabilitätsgründen deshalb aus schwer fließendem HDPE gefertigt. Dabei ist die nötige Plastifizier-Power gefragt, welche die neue Generation der e-cap-Spritzgießmaschinen von Engel bieten kann, heißt es.
Getränkeverschlüsse nach neuesten Anforderungen wiegen heute unter 1 g. Sie sind relativ dünnwandig und werden aus Stabilitätsgründen deshalb aus schwer fließendem HDPE gefertigt. Dabei ist die nötige Plastifizier-Power gefragt, welche die neue Generation der e-cap-Spritzgießmaschinen von Engel bieten kann, heißt es.
(Bild: Engel)

Die kurzen Trockenlaufzeiten (1,3 s bei der e-cap 380) sowie die bereits von Beginn an standardmäßig enthaltenen Parallelbewegungen leisten laut Engel wichtige Beiträge, um die nötigen Zykluszeiten von unter 2 s zu erzielen. Das Auswerfen der Verschlüsse findet dabei parallel zur Werkzeugöffnung statt, heißt es weiter. Neu, betonen die Österreicher, ist, dass die Auswerfer bei Bedarf noch Verstärkung durch einen zuschaltbaren hydraulischen Booster bekommen. Damit stelle das System sicher, dass sowohl in der laufenden Produktion als auch beim Anfahren nach einer Produktionsunterbrechung die Maschine immer mit maximaler Effizienz arbeite. Während in der laufenden Produktion die Verschlüsse beim Auswerfen noch nicht vollständig abgekühlt und deshalb labil sind, müssen die Auswerfer in Stoppsituationen kräftiger schieben, um die bereits in der Form abgekühlten Verschlüsse zu entformen, erklärt Engel.

Nur soviel Auswerferkraft wie nötig

Weil Produktionsunterbrechungen aber selten seien, sei es effizienter, die Antriebe hydraulisch zu verstärken als die Maschine generell mit leistungsstärkeren Auswerferantrieben auszurüsten. Hohe Kräfte sind nur dann sinnvoll, wenn sie tatsächlich benötigt werden, beschreibt Engel seine diesbezügliche Philosophie. Die neue e-cap-Generation wird übrigens mit zwei unterschiedlichen Auswerferantriebs-Arten angeboten. Von Haus aus arbeitet die Maschine mit hydraulischen Auswerfern. Optional könne auf servoelektrische Antriebe zurückgegriffen werden, die rund 10 % weniger Energiebedarf haben sollen.

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