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Vollelektrische Verschlusssache

Die neue Zykluszeitenrekordlerin bei Kunststoffverschlüssen

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Plastifizier-Power homogenisiert auch hochviskoses HDPE

Die Plastifiziereinheit, führt Engel weiter aus, wurde im Zuge der Weiterentwicklung komplett neu aufgesetzt, denn auch die Eigenschaften der zu verarbeitenden Materialien haben sich verändert. Die Rohstoffhersteller haben die Materialien nämlich an die niedrigeren Verschlussgewichte angepasst, heißt es weiter. So liege für Carbonated Softdrink-Verschlüsse (CSD) der Melt-Flow-Index (MFI) heutiger HDPE-Typen zwischen 0,8 und 1,4 g/10 min. Deshalb sind bei diesen sehr kurzen Zykluszeiten besonders hohe Plastifzierleistungen ein Muss. Engel hat das Drehmoment des Dosierantriebs entsprechend erhöht, und gezielt für die Verschlussherstellung sowohl eine neue Plastifizierschnecke als auch eine neue hoch verschleißbeständige Ringrückstromsperre aus der Taufe gehoben, heißt es. Beide Produkte gehörten zum Standardumfang der neuen e-cap-Maschinen. Mit ihrem neuartigen Design verarbeite die Barriereschnecke auch schwerfließendes HDPE mit hohen Durchsätzen schonend und garantiere dabei eine sehr gute Aufschmelzrate und Homogenität der Schmelze – ein wertvoller Beitrag zur Prozessstabilität und Wiederholgenauigkeit der e-cap Maschinen.

Schnellläufer mit niedrigem spezifischen Energiebedarf

Sauberkeit und Energieeffizienz, betont der Hersteller, sind von Beginn an wesentliche Merkmale der Baureihe. Mit einem gekapselten Kniehebel und einer sehr sauberen Linearführung der beweglichen Aufspannplatte erfüllten die e-cap-Maschinen auch die Anforderungen der streng regulierten Produktion in der Lebensmittelindustrie.

Zur guten Energieeffizienz trägt vor allem die elektrische Antriebstechnik bei. Unterstützend dazu, wirkt sich die Rückspeisung von Bremsenergie aus, die den Auftritt teurer Leistungsspitzen zuverlässig verhindert. Wegen des hohen Wirkungsgrads der eingesetzten Antriebe benötigten die Maschinen auch relativ wenig Kühlwasser. Die hier beschriebene e-cap 380 arbeitet etwa im Schnelllauf mit einem spezifischen Energiebedarf von 0,37 kWh pro kg verarbeitetem Granulat.

Als Systemlieferant stimme man alle Komponenten der Fertigungszelle von Projektbeginn an exakt aufeinander ab. „Wir können so über die gesamte Fertigungszelle das Effizienzpotenzial vollständig ausschöpfen“, betont Mairhofer. Die neue e-cap ist in den Baugrößen 220, 280, 380 und 420 mit Schließkräften von 2200 bis 4200 kN lieferbar.

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