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Angepasste Absauganlagen

Die Produktivität steigern mit gutem Hallenklima

| Autor/ Redakteur: Jaqueline Sprenger / Frauke Finus

Wo gearbeitet wird, da fallen leider nicht nur Späne, sondern es entstehen auch Staub, Öl- und Emulsionsnebel, Geruchsbelastung und Wärme. Ein gutes Hallenklima in der Produktion ist jedoch für Mensch und Maschine entscheidend, wenn Höchstleistungen gefordert sind. Angepasste Absauglösungen für die industrielle Fertigung sind hier das Richtige, damit Mensch und Maschine durchatmen können und die Produktivität steigt.

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Gutes Hallenklima von Anfang an: In einer neuen Produktionshalle mit modernem Maschinenpark plante und montierte Büchel für einen Zulieferer für Antriebstechnik eine zentrale Absauganlage inklusive Be- und Entlüftungssystem.
Gutes Hallenklima von Anfang an: In einer neuen Produktionshalle mit modernem Maschinenpark plante und montierte Büchel für einen Zulieferer für Antriebstechnik eine zentrale Absauganlage inklusive Be- und Entlüftungssystem.
(Bild: Büchel)

Die Produktivität bei der industriellen Metallverarbeitung wird von vielen Faktoren beeinflusst: Energiebedarf, Geschwindigkeit der Bearbeitung, Standzeiten der Werkzeuge, Nebenzeiten bei der Herstellung, Maschinenstillstände und auch der Maschinenbediener selbst. Verschiedene Studien belegen, dass das Raumklima sehr wichtig ist für die Produktivität des Einzelnen. Bei der mechanischen Bearbeitung mit KSS entstehen jedoch Öl- und Emulsionsnebel, die für schlechte Arbeitsbedingungen auswirken. In extremen Fällen können die Partikel sogar schwere Atemwegserkrankungen verursachen. Doch selbst wenn keine gesundheitlichen Folgen zu erwarten sind, ist das Wohlbefinden der Mitarbeiter gestört, auch durch die hohe Wärme und unangenehme Gerüche, die bei der Bearbeitung entstehen.

„Der Ölnebel sorgt jedoch nicht nur für krankheitsbedingte Ausfälle, zudem wird die Unfallgefahr erhöht und es fallen vermehrt Wartungs- und Reinigungsarbeiten an. Das alles hat negative Auswirkungen auf die Produktivität. So ist nicht nur aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch aus wirtschaftlichen Beweggründen die Filtration der schadstoffhaltigen Luft unerlässlich“, so Klaus Schmidt, Geschäftsführer der Büchel GmbH. „Die Lösung eines Absaugproblems besteht für uns nicht darin, einen guten Filter zu liefern. Sie beginnt bei der Analyse an der Maschine und der Beratung des Kunden und endet mit der Wartung der Anlagen. Dazwischen liefert Büchel alles, was zu einer kompletten Absauganlage gehört. So schaffen wir zusammen mit unseren Kunden technische Lösungen für individuelle Absaugprobleme. Denn nur in einem guten Hallenklima können Mitarbeiter und Maschinen die wachsenden Anforderungen an die Produktivität erfüllen.“

Angenehmes Klima durch zentrale Anlagen

Lufttechnische Lösungen für die gesamte Fertigungshalle sind optimal, um das Hallenklima auf einem hohen Niveau zu halten. Die zentralen Absauganlagen arbeiten alle nach demselben Prinzip: Die schadstoffhaltige Luft wird an der Entstehungsstelle, also der Werkzeugmaschine, erfasst und gelangt durch ein Rohrsystem in die Filteranlage. Elektrostatische Filter reinigen die belastete Luft von Öl- und Emulsionsnebel. Über die nachfolgende Be- und Entlüftungsanlage wird die gefilterte Luft nach außen geleitet. Gleichzeitig verteilt ein Kanalsystem frische Luft von außen gleichmäßig in der Halle. Um dabei eine langsame Strömungsgeschwindigkeit zu erreichen, wird oft eine Quellbelüftung mit bodennahen Luftauslässen eingesetzt.

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Klaus Schmidt: „Für eine ausgeglichene Luftbilanz müssen die Luftmengen für die abgesaugte bzw. zugeführte Luft gleich groß sein. Für optimale Ergebnisse sollte das gesamte Raumluftvolumen der Werkhalle drei bis sechs Mal pro Stunde ausgetauscht werden. Gerüche und gasförmige Stoffe lassen sich wirtschaftlich nur durch den Luftwechsel entfernen. Auch für die Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte ist die Frischluftzufuhr von entscheidender Bedeutung: Durch eine kontinuierliche Frischluftzufuhr in die Werkhalle verbessert sich die Luftqualität spürbar.“

Für jede Jahreszeit die passende Lösung

Im Sommer ist der Luftaustausch relativ unproblematisch, in den kühleren Monaten kann die wesentlich kühlere Luft von außen allerdings nicht einfach ins Werksinnere geleitet werden. Denn ein Zug, der durch das Temperaturgefälle entsteht, ist nicht nur dem Hallenklima und der Zufriedenheit der Mitarbeiter abträglich, sondern hat auch verheerende Folgen auf die Präzision bei der Fertigung. So sollte die Frischluft die Temperaturgrenze von 16 bis 17°C nicht unterschreiten.

Hier hat die zentrale Absauganlage energiesparende Vorteile gegenüber anderen Lösungen: Sie filtert nicht nur Verunreinigungen, sondern auch Wärme der Maschinen heraus. Durch einen Wärmetauscher im Be- und Entlüftungsgerät wird dann die Außenluft bei Bedarf mit der Temperatur der Abluft geheizt. Im Winter bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt muss dadurch nur noch die Differenz zugeheizt werden. Bei weniger kalten Temperaturen reicht schon die Abwärme zum Heizen der Außenluft. Das senkt den Energiebedarf und damit die Betriebskosten deutlich.

Im Sommer ergibt sich eine andere Situation: Durch die Wärme der Maschinen und die hohe Außentemperatur heizt sich die Luft in der Werkhalle zunehmend auf – trotz Wärmeabfuhr nach außen. Über eine Nachtabkühlung kann die Lüftungsanlage die Wärmelast der Maschinen und der sommerlichen Hitze aus dem Tagbetrieb senken, was das Aufheizen am nächsten Tag verzögert. Der Einsatz einer mit der Absauganlage gekoppelt Klimatisierung ist so nur bei extremen Temperaturen nötig. So können weitere Energiekosten durch eine zentrale Absauganlage mit Be- und Entlüftung gespart werden.

Krankheits- oder unfallbedingte Ausfälle reduzieren

„Jedes Unternehmen spürt den Druck, immer wirtschaftlicher zu produzieren. Unsere abgestimmten Absauganlagen tragen deutlich dazu bei, die Kosten zu senken und die Produktivität zu erhöhen“, so Klaus Schmidt. „Die Mitarbeiter werden vor schädlichen Kühlschmierstoffen geschützt und durch angenehme Arbeitsbedingungen motiviert, krankheits- oder unfallbedingte Ausfälle sinken. Energiekosten zum Heizen beziehungsweise Kühlen der zugeführten Außenluft können niedrig gehalten werden. Die Maschinen sind sauberer und müssen seltener gereinigt werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern verringert auch die Maschinenstillstände.“

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