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EMO Hannover 2017 Die Rolle von Werkzeugen in der Industrie 4.0

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Um ein Werkstück effizient produzieren zu können, ist sowohl das passende Werkzeug als auch ein prozessübergreifender Informationsaustausch erforderlich. Welche Rolle Werkzeuge in der Industrie 4.0 spielen, ist auch auf der EMO Hannover zu sehen.

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Werkzeuge und wie Werkzeuge in die Industrie 4.0 integriert werden können spielen auf der EMO Hannover 2017 eine große Rolle. Dormer Pramet legt den Schwerpunkt auf das Bohren. Hier ist die neue Familie Force X zu sehen.
Werkzeuge und wie Werkzeuge in die Industrie 4.0 integriert werden können spielen auf der EMO Hannover 2017 eine große Rolle. Dormer Pramet legt den Schwerpunkt auf das Bohren. Hier ist die neue Familie Force X zu sehen.
(Bild: Dormer Pramet)

Die Zeichen stehen auf Industrie 4.0, gilt sie doch als entscheidender Faktor im Wettlauf um wichtige Marktanteile in der Zukunft. Viele Länder haben das Potenzial erkannt: China steckt beispielsweise Milliarden in Programme wie „Made in China 2025“ oder „Internet Plus“ und auch die amerikanische Industrie entwickelt fleißig digitale Geschäftsmodelle. Auch in Deutschland beschäftigen sich Industrie und Forschung, Wirtschaft und Politik mit dem Zukunftsthema. Dass sich auch der Werkzeugmaschinenbau kann sich diesem Trend nicht entziehen, das zeigt auch die EMO Hannover 2017: Deren Motto lautet in diesem Jahr „Connecting systems for intelligent production“. Im Mittelpunkt stehen die Vernetzung und die Digitalisierung der Produktion.

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Industrie 4.0 und Werkzeuge

Dass sowohl Werkzeuge als auch Messtechnik unverzichtbar für Industrie 4.0 sind, wissen auch die VDMA-Fachverbände Mess- und Prüftechnik sowie Präzisionswerkzeuge und rücken daher Ideen und Produkte aus dem Industrie-4.0-Umfeld in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts in Halle 4, Stand D44. Verbandsmitglieder und Partner aus der Forschung beteiligen sich vom 19. bis 21. September am Forum „Innovative Lösungen für Industrie 4.0“. In ihren Vorträgen stehen konkrete technische Umsetzungen aus den Bereichen Präzisionswerkzeuge, Mess- und Prüftechnik, Forschung und Werkzeugdatenaustausch im Fokus. Konkret geht es darum, wie durch die Vernetzung von Werkzeugen und Software Fertigungsprozesse simuliert, Werkzeuglebenszyklen überwacht und Kosten gesenkt werden können. Im Rahmen der Veranstaltung wird verdeutlicht, wie selbstüberwachende Werkzeugmaschinen Qualitätssicherungsprozesse unterstützen oder welche Vorteile standardisierte Werkzeugdaten für Simulation, Werkzeugverwaltung und -voreinstellung haben.

Markus Heseding, Geschäftsführer der beiden Fachverbände, erläutert: „ Wir wollen auf dem VDMA-Forum zeigen, welche Lösungen unsere Branchen anbieten, um das Konzept Industrie 4.0 in der betrieblichen Praxis umzusetzen. Wir haben bereits positive Erfahrungen mit einem solchen Forum gemacht und freuen uns schon auf zahlreiche Zuhörer.“

Vernetzungspotenzialebei Werkzeugen

Dass auch ein Hersteller von Hardware die Digitalisierung nicht außer Acht lassen kann, haben auch zahlreiche Werkzeughersteller erkannt. So stehen beispielsweise auch bei Walter alle Zeichen auf ganzheitliche Konzepte für den Anwender. Für das Unternehmen bedeutet dies, dass sein Portfolio weit über Werkzeuge hinausgehen muss. „Digitale Lösungen sind die Zukunft in der modernen Zerspanung. Es geht nicht mehr nur um Drehen, Fräsen, Bohren und Gewinden. Perfektion und Präzision sind Grundvoraussetzungen. Es geht um mehr. Walter hat die Bedeutung von digitaler Vernetzung und Industrie 4.0 früh erkannt und das setzen wir konsequent um“, erläutert Mirko Merlo, Vorstandsvorsitzender der Walter AG.

Bereits im letzten Jahr hat der Werkzeugspezialist sein „Technology Center“ in Tübingen eröffnet. Dort testet und entwickelt Walter gemeinsam mit Kunden Bearbeitungstechnologien der Zukunft. In diesem Technologiezentrum sind alle Prozesse digital vernetzt und kommunizieren in Echtzeit miteinander. Der Werkzeugspezialist sieht sich als aktiven Gestalter der digitalen Transformation. „Walter ist Partner für ganzheitliche Prozesslösungen und auch Partner für digitale Prozesse. Darauf sind wir stolz und das zeigen wir auf der EMO in Hannover“, fasst Merlo das Engagement seiner Firma zusammen.

Um die digitale Kompetenz weiter auszubauen, hat der Werkzeughersteller den Daten- und Vernetzungsspezialisten Comara gekauft. Mit dem Unternehmen hat Walter Apps und andere digitale Werkzeuge entwickelt, die nun im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen werden.

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