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3D-Druck

Die Sandgussform aus dem Drucker

| Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Das 3D-Drucksystem S-Max baut Sandgussformen in einer Druckauflösung von 0,07 mm × 0,98 mm (X × Y) auf.
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Das 3D-Drucksystem S-Max baut Sandgussformen in einer Druckauflösung von 0,07 mm × 0,98 mm (X × Y) auf. (Bild: Michel)

Klassische Werkzeuge für die Herstellung von Sandgussformen gehören mit der Augsburger Exone GmbH der Vergangenheit an: Sie druckt die 3D-Formen aus Sand direkt aus. Damit lassen sich zu vergleichbaren Kosten komplexe Gussformen herstellen, die bisher so nicht möglich waren. Die Drucksysteme halten nun Einzug in die Produktion.

Um Gussteile herzustellen, ist das Sandgussverfahren eine gängige Technik, die seit Jahrhunderten eingesetzt wird. Je komplexer allerdings das Gussteil ist, desto aufwendiger muss auch die Gussform erstellt werden. Meist besteht sie aus mehreren Teilen, die einzeln geformt und später zusammengesetzt werden.

Eine Sandgussform erfordert also viele arbeitsintensive Prozesse, die sich heute durch 3D-Druckanlagen ersetzen lassen. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist das Unternehmen Exone aus Augsburg. Bereits 1999 hatte eine Gruppe von Ingenieuren, darunter der heutige Geschäftsführer Rainer Höchsmann, bei Generis den ersten Prototypen eines 3D-Druckers für Sandformen und -kerne entwickelt. Heute, als Teil von Exone, hat sich der Geschäftsbereich 3D-Drucken mit Sand zu einem international agierendem Team entwickelt, dessen Hauptsitz aber immer noch in Augsburg liegt.

3D-Drucken in Sand hält Einzug in die Produktion

Inzwischen ist die stetig wachsende Exone GmbH führend bei 3D-Druck mit Sand und beschäftigt sich damit, wie man diese Technik über das Rapid Prototyping hinaus in der Fertigung einsetzen kann. „Wir befinden uns nun an dem Punkt, wo der 3D-Druck Einzug in die Serien-Produktion hält“, weiß Höchsmann. Entscheidendes Kriterium für den Durchbruch einer neuen Technologie sind zuletzt immer die Kosten – und diese sind mit den neuen Maschinengenerationen identisch mit herkömmlichen Fertigungsverfahren. Doch steigt die Qualität und Präzision der Gussteile.

Um die Nutzung der 3D-Drucker in der Produktion zu fördern, setzt Exone auf eine umfassende Strategie: das beginnt bei intensiver Forschung und Entwicklung im eigenen Unternehmen, geht über das Bereitstellen des Trainings- und Dienstleistungszentrums für Demonstrations- und Übungszwecke bis hin zum Verkauf der Druckanlagen und des Zubehörs. Natürlich muss auch Überzeugungsarbeit bei den Konstrukteuren für Gussteile geleistet werden, denn durch das Verfahren ergeben sich völlig neue Konstruktionsmöglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Rainer Höchsmann ist sich sicher: „Wir sind noch am Anfang des Booms – besonders im industriellen Bereich bei komplexen Bauteilen.“ Doch gerade die Umstellung der Fertigung auf neue Produkte biete eine ideale Möglichkeit, die neue Technik auszuprobieren und zu nutzen.

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