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Spann- und Greiftechnik

Die Zäune in den Betrieben müssen weg

| Autor: Frank Jablonski

Dr. Markus Klaiber, Technischer Geschäftsführer bei Schunk, erläutert im Interview mit MM-Chefredakteur Frank Jablonski die Herausforderungen und Trends im Bereich der Greif- und Spanntechnik.
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Dr. Markus Klaiber, Technischer Geschäftsführer bei Schunk, erläutert im Interview mit MM-Chefredakteur Frank Jablonski die Herausforderungen und Trends im Bereich der Greif- und Spanntechnik. (Bild: Jablonski)

Der Trend zur Digitalisierung treibt viele Entwicklungen voran. Ein gutes Beispiel ist die Spann- und Greiftechnik, in der das Thema Industrie 4.0 mit all seinen Facetten angekommen ist. Themen wie Messen und Prüfen werden künftig mit dem Moment des Greifens verknüpft. Technik-Chef, Dr. Markus Klaiber vom Greifer-Experten Schunk zeigt Treiber auf.

Gewinner des MM Awards zur Automatica, nominiert für den Best-of-Industry-Award und - ganz frisch - auch nominiert für den renommierten Hermes Award, hat es das Unternehmen Schunk mit seinem kollaborativen Greifer geschafft, Schlagzeilen zu generieren. In einem persönlichen Gespräch erläutert der erste Techniker des Hauses, Dr. Markus Klaiber, die Hintergründe der Entwicklung und die Strategie in Richtung der digitalen Transformation.

Bei der Mensch-Roboter-Kollaboration stellen Sie den Greifer in den Vordergrund. Ist das aus Sicht des Anwenders nicht zu kurz gesprungen? Für den Anwender zählt doch am Ende, ob das gesamte System sicher ist.

Der klassische Aufbau ist so: Im Hintergrund ein Schaltschrank, dort läuft eine SPS, von da aus wird der Roboter und der Greifer bedient. Außer, dass der Greifer am Roboter verschraubt ist, haben sie nichts miteinander zu tun. Wir gehen davon aus, dass dieser Aufbau insbesondere bei MRK-Anwendungen, aber auch bei allen anderen Arten von Service- und Assistenzrobotik, keine Zukunft hat. Die richtige Antwort liegt schon in Ihrer Frage: Der Greifer wird künftig mit dem Roboter und der Roboter mit dem Greifer kommunizieren.

Wie sichern Sie denn, dass das Gesamt-System sicher ist? Kooperieren Sie mit Roboter-Herstellern?

Was die mechanischen Elemente angeht, macht das jeder für sich. Im Bereich Software wird es jedoch eine ganz enge Zusammenarbeit geben müssen! Da gibt es auch erste Gespräche. In unserem Zielebild gehen wir davon aus, dass über Greifer und Roboter eine Kommunikationsebene liegt, die beide miteinander verbindet. In etwa so: Der Greifer stellt fest, dass er in einen Kollisionsbereich fährt und gibt dem Roboter das Signal, sich zurück zu ziehen. Diese Sensibilität wird unser Greifer haben. Er wird auch in wenigen Jahren das Signal an den Roboter geben: Fahre mich in diese oder jene Position, ich will so, oder so, oder so greifen.

Dennoch muss, selbst bei der Kombination zweier sicherer Systeme, das Gesamtsystem noch zertifiziert werden?

Das stimmt. Es braucht weiterhin eine Gefährdungsanalyse für das Gesamtsystem, nur der Aufwand ist entsprechend geringer.

(Lesen Sie auf der nächsten Seite über aktuelle Anforderungen der Automobilindustrie und neue Trends in der Spanntechnik.)

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Frank Jablonski
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