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Industrie 4.0 auf der K 2019

Die Zerkleinerungstechnik für Kunststoffe wird smart

| Redakteur: Peter Königsreuther

Getecha trimmt, wie es heißt, seine Einzugsmühlen strikt in Richtung Digitalisierung, wenn die Systeme in automatisierte Kunststoff-Verarbeitungslandschaften eingebunden werden sollen. Halle 9 am Stand A21.

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Beispiel für ein System zur Zerkleinerung großer Polypropylenplatten: Vor allem die komplexen Zerkleinerungsanlagen mit integrierten Zuführvorrichtungen, Greifern und Abluftsystemen stattet Getecha mittlerweile mit einer Vielzahl von Industrie-4.0-Funktionen aus. Mehr Infos gibt es zur K 2019 in Halle 9 am Stand A21.
Beispiel für ein System zur Zerkleinerung großer Polypropylenplatten: Vor allem die komplexen Zerkleinerungsanlagen mit integrierten Zuführvorrichtungen, Greifern und Abluftsystemen stattet Getecha mittlerweile mit einer Vielzahl von Industrie-4.0-Funktionen aus. Mehr Infos gibt es zur K 2019 in Halle 9 am Stand A21.
(Bild: Getecha)

Viele Automobilzulieferer tun es, zahlreiche Verpackungsmittelproduzenten betreiben es und mancher Bauelementefabrikant auch, sagt Getecha: Vielerorts schreitet die prozesstechnische Integration der Zerkleinerungstechnik in Spritzgieß-, Extrusions-, Blasform- und Vakuumformlinien mit großen Schritten voran. Der Schneidmühlenhersteller Getecha habe deshalb zeitig damit begonnen, seine Trichter- und Einzugsmühlen der Rotoschneider-Baureihen mit intelligenten Informations- und Kommunikationsfunktionen nach Industrie-4.0-Kriterien auszustatten. „Insbesondere wenn wir unsere großen Zentral- oder Beistellmühlen über Förderbänder, Kippvorrichtungen, Abfüllstationen und andere Peripheriesysteme in die automatisierten Prozesse der Kunststoffverarbeitung einbinden, fällt den Industrie-4.0-Features wachsende Bedeutung zu“, so Burkhard Vogel, der Geschäftsführer von Getecha. Diese dienten nicht nur der ständigen Systemoptimierung, sondern auch zur Unterstützung der Qualitätssicherung. Mit ihnen wird das Monitoring verbessert und insgesamt steigern diese Getecha-Systeme die Verfügbarkeit der gesamten Produktionslinie, merkt Vogel an.

Schneidmühlen nach Art der Industrie 4.0

Mit welchen der inzwischen recht viel gewordenen Industrie-4.0-Features und -Funktionen der Anlagenbauer seine Zerkleinerungs-Komplettsystem, das heißt, Mühle plus zu- und abführende Peripherie, ausstattet, das richtet sich laut Vogel stets nach den konkreten Anforderungen eines Projekts und den Zielen des Anwenders. Machbar sei Vieles. Weil Getecha dabei aus einer breiten Palette in Sachen moderne Sensor- und Schnittstellentechnik wählen könne, und auch eine Reihe etablierter Feldbussysteme nutze, könnten alle wichtigen Prozess- und Maschinendaten abgegriffen, dokumentiert, verarbeitet und visualisiert werden. Über den Signalaustausch zwischen Mühle und Produktionslinie lassen sich beispielsweise sämtliche Systemzustände, Aktionen und Fehlerereignisse erfassen und zuordnen, erklärt Vogel. Darauf basierend könnten kritische Situationen mit definierten Warnstufen frühzeitig an das übergeordnete Produktionsleitsystem gemeldet werden, das dann die entsprechenden Gegen- und Korrekturmaßnahmen auslöse.

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Maximale Transparenz in Sachen Leistung

Außerdem bietet sich die Chance, alle produktionsrelevanten Leistungsparameter und Materialkennzahlen – etwa zum erzielten Durchsatz oder zur Qualität des Mahlguts – zu erfassen, zu archivieren und zur weiteren Auswertung an die BDE- oder MDE-Systeme des Kunststoffverarbeiters zu übermitteln, heißt es. Das betreffe auch die Laufzeiten, den Energiebedarf, die erreichten Leistungsspitzen und viele andere Aspekte. Auch lässt es sich einrichten, dass alle Systemmeldungen an den Leitrechner kommuniziert und dort zum Zwecke der Analyse und Dokumentation archiviert werden, so der Getecha-Geschäftsführer. „Das alles schafft maximale Transparenz über die Leistungsfähigkeit einer automatisierten Anlage und liefert fundamentale Daten, damit die Prozesse und die Qualität kontinuierlich verbessert werden“, erläutert Vogel.

So erhöht sich die Anlagenverfügbarkeit deutlich

Ein großer Teil des über den Signalaustausch zwischen Produktionslinie und Zerkleinerungsanlage verarbeiteten Datenmaterials bildet auch die Grundlage für weitere Industrie-4.0-Funktionen, die das sogenannte Predictive Monitoring ermöglichen und somit die Anlagenverfügbarkeit erhöhen, erklärt Vogel weiter. Die erfassten Informationen können beispielsweise für die vorbeugende, vorausschauende Instandhaltung aufbereitet und dann über das Fernwartungstool von Getecha abgerufen werden. Dazu lassen sich die Schneidmühlen vernetzen und in die kundenseitige MRO-Infrastruktur einbinden (MRO = Maintenance, Repair, Operations). Darüber hinaus fließen die so gewonnenen Erkenntnisse ein in den Fehlerbehebungskatalog des integrierten „Handbuchs“ der Rotoschneider-Mühlen, das laut Vogel von der Leitsteuerung der Produktionsmaschine visualisiert werden kann.

Zerkleinerungssysteme auf Anwenderbedarf zugeschnitten

Egal ob Reste aus der Extrusion mächtiger Polypropylenplatten, Fehlteile aus der Vakuumverformung hauchdünner Kaffeekapseln oder Randstreifen aus der Folienproduktion – die Ausstattung der produktionsintegrierten Zerkleinerungsanlagen mit den geschilderten Industrie-4.0-Funktionen ist, wie es weiter heißt, inzwischen überall ein gefragtes Thema. Getecha macht es deshalb zu einem Schwerpunkt im Rahmen des K-2019-Auftritts in Düsseldorf. Das Unternehmen informiere im Rahmen dessen außerdem über die mannigfaltigen Möglichkeiten, die seine Rotoschneider-Mühlen auch durch das Auswahlspektrum der Rotoren, Antriebe, Trichter und vieler anderer Komponenten eröffnen, um die Anlagen möglichst kundenspezifisch konfigurieren zu können. Darüber hinaus gibt Getecha Einblicke in sein großes Leistungsspektrum rund um die Förder- und Materialflusstechnik, die Abluft- und Entstaubungssysteme, das Verpackungs-Know-how und die Steuerungsexpertise.

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