Kein Dauerbrenner Steigende Nachfrage bei Tesla gilt als Strohfeuer

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Tesla freut sich über eine anziehende Nachfrage nach Elektroautos aus Grünheide. Ein Experte glaubt eher an einen Einmaleffekt ...

Abwarten! Tesla genießt nach einer längeren Durststrecke wieder deutlich mehr Nachfrage. Vor allem das Modell Y (im Bild) ist wieder beliebter geworden. Aufgrund des Rückenwinds denkt man nun an den Ausbau der Kapazitäten in Grünheide. Ein Experte steht dem kritisch gegenüber ...(Bild:  Tesla)
Abwarten! Tesla genießt nach einer längeren Durststrecke wieder deutlich mehr Nachfrage. Vor allem das Modell Y (im Bild) ist wieder beliebter geworden. Aufgrund des Rückenwinds denkt man nun an den Ausbau der Kapazitäten in Grünheide. Ein Experte steht dem kritisch gegenüber ...
(Bild: Tesla)

Während von Januar bis März 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt 4.935 neue Teslas registriert wurden, waren es von Januar bis März 2026 schon 12.829. Der US-Elektroautobauer Tesla sieht für die Fabrik in Grünheide wegen einer derzeit wieder steigenden Nachfrage eine Trendwende. Doch daran glaubt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer nicht und spricht von einem Einmaleffekt. Das gilt seiner Meinung nach auch für den Ausbau von Grünheide, für den Tesla bis Ende Juni rund 1.000 neue Mitarbeiter braucht, um ab Juli die Produktion um rund 20 Prozent steigern zu können. Dudenhöffer: „Tesla ist nur aufgrund eines 3.000-Euro-Rabattprogramms in den letzten Monaten gut gefahren!“ Der Bonus für das Model Y sei allerdings zeitlich beschränkt. Außerdem habe Tesla nach seiner Ansicht die Modelle 3 und Y nur aufgefrischt – Elon Musks Unternehmen sehe das aber anders. „Die haben derzeit wegen guter Lieferfähigkeit, guten Rabatten und dadurch, dass viele Menschen aufgrund des Iran-Kriegs mehr Interesse am Elektroauto haben, eine gute Entwicklung“, führt Dudenhöffer weiter aus. Er geht außerdem davon aus, dass man nur mit Leiharbeitern versucht, die gute Lage derzeit zu überbrücken. Dudenhöffer glaubt deshalb nicht an einen langfristigen Ausbau von Grünheide. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke wiederum ist überzeugt, dass das ein Statement Teslas für Brandenburg ist und bleibt. Und der Werksleiter André Thierig merkt an, dass es Schritt für Schritt gehen soll: „Erst mal werden wir natürlich die Kapazitäten, die wir schon haben, bestmöglich nutzen.“

Tesla startet außerdem die Robotaxi-Produktion

Tesla hat nach Aussage von Elon Musk außerdem letzte Woche die Produktion des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab gestartet. Es fährt ohne Lenkrad und Pedale, betont Musk. Er ließ ein kurzes Video laufen, auf dem die Fahrzeuge auf Produktionslinien zu sehen sind. Der Milliardär behauptet außerdem, dass die Zukunft von Tesla eher durch Roboter und eben Robotaxis als durch Autos geprägt sein wird. Die Robot-Zweisitzer sollen deshalb mit der Zeit den Großteil von Teslas Autoproduktion ausmachen. Wer es nicht weiß: Tesla steht bei selbstfahrenden Autos ohne Aufsicht allerdings erst am Anfang. Musk glaubt jedoch, dass man schnell die Führung vor Waymo am Markt übernehmen kann. Ein Aspekt dafür seien gewisse Kostenvorteile. Denn Musk will bekanntlich nur mit Kameras auskommen, ohne die teureren Laserradarsysteme (Lidar), auf die Waymo und andere Entwickler setzen. Zahlreiche Experten und Rivalen zweifeln deshalb daran, dass Autos lediglich mit Kameras verlässlich genug autonom fahren können.

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