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Veranstaltung Die Zukunft aktiv mitgestalten

Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Im Interview mit MM Maschinenmarkt erklärt Dr. Manfred Wittenstein das Konzept der neuen Veranstaltungsreihe „Enter the Future“.

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Dr. Manfred Wittenstein ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Wittenstein SE.
Dr. Manfred Wittenstein ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Wittenstein SE.
(Bild: Wittenstein SE)

Am 26. November startet die Wittenstein SE mit „Enter the Future“ eine neue Veranstaltungsreihe, die einen unternehmerischen Diskurs zu Technik, Natur und Gesellschaft eröffnen soll. Im Interview erklärt Dr. Manfred Wittenstein, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, das Konzept der Reihe, bei der der MM Maschinenmarkt als Medienpartner fungiert.

Dr. Wittenstein, bitte erklären Sie kurz das Konzept hinter dem Titel „Enter the Future“.

Dr. Manfred Wittenstein: Es geht uns darum, aktuelle und zukünftige Fragen zu diskutieren, die für die Menschheit, unsere Region und uns als Unternehmen von besonderer Bedeutung sind. Dabei werden jeweils zwei Redner für etwa 25 Minuten zu unterschiedlichen Themen sprechen. Die Vortragenden können dabei aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft kommen. Beim Titel der Veranstaltung wird ja schon klar, dass wir häufig Neuland betreten. Wenn man sich mit etwas Neuem beschäftigt, heißt das immer auch, dass man schnell lernen muss. Und genau darauf ist das gesamte Programm ausgelegt, schneller zu lernen und besser zu handeln

Warum ist eine Veranstaltungsreihe wie diese heute nötig?

Wittenstein: Ich glaube Kommunikation ist aktuell wichtiger denn je. Wir müssen Teil des gesellschaftlichen Diskurses werden. Wenn viele das auf einem vernünftigen Niveau machen, ist das für uns alle hilfreich. So kommen wir weg von Verdächtigungen und Verschwörungstheorien, die keinesfalls dazu geeignet sind, die Zukunft für uns zu gewinnen.

Ergänzendes zum Thema
Auftaktevent
„CO2 – Klimakiller oder nützlicher Rohstoff“

Das erste Event aus der Reihe „Enter the Future“ wird am 26. November 2020 unter dem Titel „CO2 – Klimakiller oder nützlicher Rohstoff“ stattfinden. Die Redner sind Prof. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam, und Torsten Kallweit, Leiter Zentralabteilung Arbeits-, Brand-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit der Robert Bosch GmbH. Moderiert wird die Diskussion von MM Maschinenmarkt-Chefredakteur Benedikt Hofmann.

Aufgrund der aktuellen COVID-19-Lage wird die Diskussion live aus der Tauberphilharmonie in Weikersheim via Internet übertragen. Alle virtuellen Teilnehmer haben die Gelegenheit, sich dennnoch aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Zur Anmeldung gelangen Sie hier: www.wittenstein.de/event.

Digitalisierung, Automatisierung, der Klimawandel und jetzt Corona. Welche Auswirkungen haben diese technischen und gesellschaftlichen Veränderungen auf das unternehmerische Handeln und das Unternehmertum?

Wittenstein: Als Unternehmer haben wir eine Verantwortung, unser Tun gegenüber der Gesellschaft und natürlich besonders gegenüber unseren Mitarbeitern zu erklären. Wir müssen begründen, warum wir handeln und wie wir handeln. Veränderungen geschehen mittlerweile extrem schnell. Daher ist es dringend notwendig, dass möglichst viele Menschen diese Veränderungen akzeptieren und mitgestalten. Deshalb müssen wir als Unternehmer auch sichtbar werden und es nicht den Politikern, „Fridays for Future“ oder anderen Personen und Bewegungen allein überlassen, die aktuellen Themen einzuordnen. Ich bin überzeugt, dass Unternehmer sich auch glaubwürdig und authentisch zu diesen Fragestellungen äußern und ihre Entscheidungen erklären können. Dann bekommt man auch Zustimmung in der Bevölkerung.

Wie kann eine Plattform wie „Enter the Future“ dabei helfen?

Wittenstein: Wir haben heute häufig sehr einseitige Antworten und es besteht kaum mehr die Bereitschaft für einen tatsächlichen Austausch. Um als Gesellschaft voranzukommen, benötigen wir wieder mehr Diskurs. Wir müssen Meinung und Gegenmeinung abwägen können und den Prozess eines echten Austausches wieder viel stärker ins Bewusstsein rücken. Und das möchten wir mit der Veranstaltungsreihe tun.

Welche Themen können wir den in der Zukunft erwarten?

Wittenstein: Wir werden uns mit einer Vielzahl von Fragestellungen auseinandersetzen. Natürlich sind wir ein technikgetriebenes Unternehmen, deshalb werden auch technische Themen eine Rolle spielen. Es geht aber auch um die Menschen, die Natur und natürlich geht es auch um die Gesellschaft. Diese vier Komponenten sind für uns extrem wichtig, da sie sich gegenseitig beeinflussen und wir sie viel stärker bei unserem Handeln berücksichtigen müssen. Nach der Auftaktveranstaltung mit dem Thema „CO2 – Klimakiller oder nützlicher Rohstoff“ werden wir unter anderem die Künstliche Intelligenz behandeln. Auch dabei wird es einen eher wissenschaftlich geprägten Vortrag und eine Präsentation aus der Praxis geben. So möchten wir dann in einen aktiven Diskurs kommen. Der Klimawandel wird uns ebenfalls weiter beschäftigen und wir werden beispielsweise den Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber zu Gast haben.

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt