DPP for Machinery und EU Data Act
Datenarchitekturen für den interoperablen Maschinenbau

Ein Gastbeitrag von Andreas Faath, Abteilungsleiter VDMA Machine Information Interoperability (MII) 8 min Lesedauer

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Digitaler Produktpass und EU Data Act lassen Produktdaten, Betriebsdaten, Schnittstellenstandards und Datengovernance zu einer gemeinsamen technischen und organisatorischen Aufgabe zusammenwachsen.

OPC UA und Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) bieten eine Architektur für den Digitalen Produktpass.(Bild:  KI-generiert)
OPC UA und Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) bieten eine Architektur für den Digitalen Produktpass.
(Bild: KI-generiert)

Der Maschinen- und Anlagenbau steht vor einer neuen Stufe der Digitalisierung. Während Industrie 4.0 lange vor allem mit vernetzten Steuerungen, Condition Monitoring, digitalen Zwillingen und serviceorientierten Geschäftsmodellen verbunden wurde, rückt nun eine grundlegendere Frage in den Vordergrund: Wie werden Produkt- und Nutzungsdaten so beschrieben, bereitgestellt und ausgetauscht, dass sie über Unternehmens-, System- und Branchengrenzen hinweg maschinenlesbar nutzbar sind? Zwei Entwicklungen sind dafür besonders relevant: der „DPP for Machinery“ und der EU Data Act.

Beide Themen haben unterschiedliche Ausgangspunkte. Der Digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) adressiert primär produktbezogene Informationen entlang des Lebenszyklus. Der EU Data Act regelt dagegen Zugang, Nutzung und Weitergabe von Daten, die durch vernetzte Produkte und verbundene Dienste entstehen. Für den Maschinenbau liegt die eigentliche Bedeutung jedoch im Zusammenspiel: Produktdaten, Betriebsdaten, Schnittstellenstandards und Datengovernance wachsen zu einer gemeinsamen technischen und organisatorischen Aufgabe zusammen.