Großauftrag Stark Defence meldet große Bestellung von Kamikaze-Drohnen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Drohnenhersteller Stark Defence steht bei einer Bundeswehr-Großbestellung von Kampfdrohnen in den Startlöchern, wie die dpa erfahren hat ...

Eine Virtus-Drohne von Stark Defence wird im Ukraine-Krieg scharf gemacht. Jetzt meldet das Berliner Unternehmen, dass es einen Großauftrag der Bundeswehr an Land gezogen hat ...(Bild:  S. Sorjewsky)
Eine Virtus-Drohne von Stark Defence wird im Ukraine-Krieg scharf gemacht. Jetzt meldet das Berliner Unternehmen, dass es einen Großauftrag der Bundeswehr an Land gezogen hat ...
(Bild: S. Sorjewsky)

Das Berliner Stark Defence plant, bald mit der ersten Auslieferung an die Bundeswehr zu beginnen. Es geht demnach um eine Charge im Wert von 275 Millionen Euro. Die Stückzahl wurde aber nicht bekanntgegeben. Insgesamt bekam Stark Defence einen Rahmenvertrag über 2,9 Milliarden Euro. Für eine Milliarde davon habe der Bundestag bereits grünes Licht gegeben. Die Konkurrenten Helsing und Rheinmetall konnten sich übrigens ebenfalls milliardenschwere Verträge sichern. Es geht bei den Drohnen um sogenannte Loitering Munition. Solche Fluggeräte werden eben auch Kamikaze-Drohnen genannt. Die betreffende Drohne mit Sprengladung kann laut Hersteller bis maximal 75 Minuten in der Luft agieren und bis zu 130 Kilometer weit fliegen. Ein Operator kann mit softwareunterstützten KI-Mechanismen mehrere Drohnen steuern. Der Mensch habe dabei also weiterhin die Kontrolle. Findet sie ein Ziel, stürzt sie sich auf dasselbe. Sei bis dahin kein feindliches Objekt erkannt, werde der Absturz eingeleitet, wobei sie dann detoniere, wo keiner zu Schaden komme. Das Drohnenmodell Virtus wiegt bis zu 33 Kilo. Stark Defence hat seine Zentrale in Berlin, aber auch Standorte in Großbritannien, Schweden und Griechenland, wo produziert wird. Die Virtus-Drohne ist bereits im Ukraine-Krieg im Einsatz. Das Unternehmen hat im Raum Kiew zwei weitere Werke.

Drohnen im Schwarm knacken russische Panzerungen

Mal am Rande: Nicht nur Drohnen werden im Ukraine-Krieg immer weiter entwickelt, sondern auch der Panzerschutz. Die russische Seite setzt dabei auch auf Käfige um ihre Panzer, um den Schaden durch heran fliegende Drohnen zu minimieren. Eine Anti-Panzer-Drohne etwa, trägt einen Gefechtskopf, der explodiert und dann im Rahmen des Hohlladungseffekts (siehe Panzerfaust) die Panzerung durchbricht, wodurch der Stahl nicht weggeschmolzen, sondern durch eine sich bildenden Metallstachel kalt verformt weggedrückt wird. Das Metall wird dabei glühend heiß (Durckverflüssigung). Dringt der Stachel durch, wirkt sich im Innern des Panzers die verheerende Zerstörungskraft aus. Wird dieser Effekt wegen des Käfigs aber zu früh – und dabei mit zu viel Abstand ausgelöst – reicht die Kraft für das Knacken der Panzerung nicht mehr aus, weil sie davor quasi verpufft. Das hat man bereits im Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite genutzt, indem Panzer Seitenschürzen aus Stahlplatten und später Gitterkonstruktionen – sogenannte Schottpanzerungen – trugen, die Hohlladungen auf Abstand halten sollten. Drohnen sind aber normalerweise in Schwärmen unterwegs – also mindestens zu zweit! Dann zerstört die ersten den Käfigschutz und die zweite knackt an der bereits wunden Stellen das Fahrzeug.

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