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Siemens

Digitalisierung in der Metallbearbeitung live erleben

| Autor: Stefanie Michel

Betriebsratsvorsitzende Steinborn, Dr. Mrosik, Landrat Habermann, Herr Helmrich, Dr. Heuring und Werkleiter Deml (v.l.) eröffnen die „Arena der Digitalisierung“.
Betriebsratsvorsitzende Steinborn, Dr. Mrosik, Landrat Habermann, Herr Helmrich, Dr. Heuring und Werkleiter Deml (v.l.) eröffnen die „Arena der Digitalisierung“. (Bild: Stefanie Michel)

Am 5. Mai 2017 hat Siemens im Elektromotorenwerk Bad Neustadt die „Arena der Digitalisierung“ eröffnet. Damit soll der Standort zur Vorzeigefabrik für digitale Anwendungen in der Metallbearbeitung werden. Auf über 800 m² erleben Kunden und Partner, wie Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion eingesetzt wird und welche Ergebnisse damit erzielt werden können.

Nachdem der Siemens- Standort Bad Neustadt zuletzt nur wegen Entlassungen in den Nachrichten war, gibt es nun positives zu berichten: Siemens hat im Elektromotorenwerk die „Arena der Digitalisierung“ feierlich eröffnet. Diese Kombination aus Showroom und tatsächlicher Fertigung soll anhand der Metallbearbeitung zeigen, was Digitalisierung bedeutet und wie man sie in einer bestehenden Produktion umsetzen kann.

Im Zuge der Verhandlungen mit Politik und Betriebsrat hinsichtlich der geplanten Entlassungen im Elektromotorenwerk Bad Neustadt beschlossen die Beteiligten, allen voran Vorstandsmitglied Klaus Helmrich, hier eine Vorzeigefabrik für die Digitalisierung in der Metallbearbeitung aufzubauen. Von Beginn an stand fest, dass dabei die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt mit eingebunden sein wird, sodass erfahrene Entwickler zusammen mit jungen Forschern Lösungen entwickeln können. Helmrich bekennt sich nun deutlich zum Standort: „Ich will, dass dieser Standort an erster Stelle in der Region, in Bayern, in Deutschland und in Zukunft auch in Europa stehen wird, wenn es um die Digitalisierung von Werkzeugmaschinen geht.“ Deshalb kündigt er auch für Herbst einen Kongress an, der im Werk in Bad Neustadt stattfinden soll.

Den Kunden Digitalisierung in der Realität zeigen

Warum man sich bei Siemens entschlossen hat, nicht nur die Produktion selbst in Richtung Industrie 4.0 weiterzuentwickeln, sondern auch für Kunden ein Informationszentrum zur Einführung von Digitalisierung aufzubauen, war laut Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control, ebenfalls Klaus Helmrich zuzuschreiben. „Wir müssen unseren Kunden Digitalisierung zeigen“, so Heuring. Deshalb zeigt Siemens in dieser „Arena“ anhand von sechs konkreten Themenfeldern, wie Produkte und Lösungen aus dem eigenen Portfolio in einer bereits bestehenden und laufenden Fertigung implementiert werden können. Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory, erklärte: „Unser Angebot umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: Beginnend bei Produktdesign über die Produktionsplanung, das Produktions-Engineering, die Produktion selbst bis hin zu Services.“ Die Digitalisierung soll helfen, individuelle Produkte und daraus resultierend hohe Produktvarianz in den Produktionsprozess der Kunden zu integrieren. Dass es funktioniert, zeigt das Elektromotorenwerk nun in der Realität: bei einer Losgröße von durchschnittlich 5 bis 10 Stück werden am Standort Bad Neustadt 2000 Motoren pro Tag und 3000 Varianten produziert.

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