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Die Länge des MLS ist abhängig von der Anzahl der Bearbeitungsmodule. Allein das verwendete Absolutmesssystem beschränkt das MLS zurzeit auf eine Länge von etwa 30 m.
Etwa mit diesen Maßen wurden bereits zwei MLS mit insgesamt 15 Bearbeitungsmodulen zuzüglich diverser Sondereinheiten ausgeliefert. Beide Projekte wurden vom Auftragseingang bis zur Auslieferung mit einer Durchlaufzeit von rund drei Monaten abgewickelt.
Vorteile bei mittleren und großen Serien
Das Module-Line-System von Heller spielt seine Vorteile primär bei mittleren und großen Serien aus. Durch den parallelen Aufbau mit linearer Materialtransporteinheit, der so genannten Module Handling Unit (MHU), sinkt der Platzbedarf um fast 30% im Vergleich zu konventionellen Anlagen. Außerdem sind alle Maschinen über sehr kurze Wege miteinander verkettet. Dennoch summieren sich die Verfahrwege der Handlinggeräte (Bild 2) auf der Hauptfahrachse auf über 10 000 km pro Jahr.
Aus diesem Grund darf das integrierte Antriebssystem keinem mechanischen Verschleiß unterliegen. Schließlich kann es sich kein Automobilhersteller oder -zulieferer erlauben, dass die Handlingeinheit einer Bearbeitungsanlage mit mehr als 40 Maschinen in absehbaren Zeitabständen ausfällt.
Deshalb kamen Zahnstangen- oder Ritzelmodule nicht in Frage. Abgesehen vom größten Manko dieser Antriebskonzepte – dem Verschleiß – sind sie darüber hinaus im Betrieb relativ laut, und der Justageaufwand ist bei Dimensionen von 30 m erheblich.
Neuartiger Linearmotor bietet Preisvorteil
Heute treibt ein linearer Direktantrieb die MHU an. Er unterliegt keinem mechanischen Verschleiß, bewegt sich leise und ist zugleich crashunempfindlich (Bild 3).
Der Antrieb unterscheidet sich deutlich von konventionellen Linearmotoren, vor allem im Preis: Denn die teuren Magnetplatten befinden sich üblicherweise im Sekundärteil des Motors und erstrecken sich damit über die gesamte Verfahrlänge.
Lange Magnetbahn eines Linearmotors birgt Gefahren
Außerdem geht von der langen Magnetbahn, bedingt durch die hohen Anziehungskräfte, stets eine Gefahr aus. Bei Montage- oder Reparaturarbeiten wird diese oft unterschätzt und mitunter etwas leichtfertig mit Metallteilen wie Schrauben und Muttern umgegangen, was zu Problemen hinsichtlich der Arbeitssicherheit führen kann.
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