Linearantriebe

Direktgetriebene Handlingeinheit sorgt für Werkzeug- und Werkstücktransport

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Mit dem neuen Lineardirektmotor 1FN6 konnte Siemens die bisherigen Nachteile bei Preis und Arbeitssicherheit beseitigen und gleichzeitig wichtige Vorteile für Anwender wie Verschmutzungsunempfindlichkeit, Robustheit und Alterungsbeständigkeit der Gesamtanlage verbessern. Die Idee, die Magnete in das Primärteil zu integrieren, führte dazu, dass erheblich weniger Magnete benötigt werden und der Linearmotor damit deutlich kostengünstiger wird.

Linearmotor-Sekundärteile kommen ohne Magnete aus

Die magnetlosen Sekundärteile des Linearmotors 1FN6 sind möglich, weil sich die für die Erregung zuständigen Permanentmagneten im Primärteil jeweils in der Mitte einer Polspule befinden. Die Nord-Süd-Ausrichtung wechselt dabei von einer Polspule zur nächsten. Als Sekundärteil kommt ein gezahntes und geblechtes Eisenprofil zum Einsatz, um die Wirbelstromverluste zu reduzieren.

Kostensparend wirkt sich auch aus, dass der bei Heller eingesetzte lineare 1FN6-Direktantrieb für diesen Einsatzfall kein externes Kühlsystem benötigt, sondern mit so genannter Selbstkühlung auskommt. Dies konnte durch die Antriebsdimensionierung und eine entsprechende Auswahl des für Selbstkühlung ausgelegten 1FN6-Linearmotors erreicht werden.

Bis zu vier Handlinggeräte bewegen sich mit 120 m/min

Bis zu vier Handlinggeräte können innerhalb des Module-Line-Systems gleichzeitig Werkzeuge und Werkstücke zu den Maschinen transportieren. Sie sind mit einer Geschwindigkeit bis zu 120 m/min unterwegs und transportieren Werkstücke sowie Werkzeuge innerhalb von etwa 30 s von einer Maschine zur nächsten.

Alle Bearbeitungsmodule haben einen Rüstplatz vor der Maschine und sind mit einem schnellen Werkstückwechsler ausgestattet, der den Arbeitsraum von der Automation entkoppelt. So werden jegliche Wartezeiten minimiert und die Gesamtproduktivität optimiert.

Dipl.-Ing. (FH) Bernd Zapf ist Entwicklungsleiter im Bereich Heller Automotive bei der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH in Nürtingen. Reinhard Knoll ist Global Account Manager bei der Siemens AG im Bereich Industry Automation und Drive Technologies in Stuttgart.

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