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Kunstharzverarbeitung Dosiersystem-Quintett verarbeitet auch kleine Kunstharzmengen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Tartler hat jetzt fünf Anlagen im Portfolio mit denen sich flüssige 2-K-Kunstharze auch als Minimalmengen präzise und prozesssicher applizieren lassen. Hier die Systeme in Einzelnen:

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Das MDM 3 von Tartler ist eine kompaktes Minimalmengen-Dosiersystem für die Kunstharzverarbeitung, und nur eines von insgesamt fünf Produkten für diesen Zweck.
Das MDM 3 von Tartler ist eine kompaktes Minimalmengen-Dosiersystem für die Kunstharzverarbeitung, und nur eines von insgesamt fünf Produkten für diesen Zweck.
(Bild: Tartler)

Tartler erklärt vorausschickend, dass sowohl in der Produktentwicklung als auch in der Klebstofftechnik oder dem Elektroverguss sowie dem Resin Injection Molding (RIM) die präzise Verarbeitung von Kunstharz-Minimalmengen täglich für Herausforderungen sorgt. Die fünf neuen Tartler-Produkte übernehmen in Hinblick darauf das Dosieren, Mischen und Applizieren von Polyurethan- und Epoxidharzen, aber auch von Silikonen, heißt es weiter.

Der Dosieraufsatz für die professionelle Handapplikation

Weil viele Anwender aus diesen Sektoren arbeiten bei kleinen Mengen meist mit Mehrkomponenten- oder Doppelkartuschenpistolen der jeweiligen Polymerhersteller. Sie allen gehören zu den sogenannten Pneumatikdispensern. Genau dafür hat Tartler den speziellen Aufsatz LC-DCM entwickelt, der die Dispenser mittels Universaladapter in hochwertig arbeitende, industriemäßige 2-K-Dosier- und Mischsysteme verwandeln kann.

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Der LC-DCM-Aufsatz soll sich immer dann lohnen, wenn Klebstoffe, Dichtmittel oder Gießharze für Nacharbeiten, Reparaturen oder zur Oberflächenoptimierung appliziert werden müssten. Nicht zuletzt erhöht sich mit dem Tartler-Aufsatz im Vergleich zu einem Statikmischer der Volumenaustrag um 80 %, betont Tartler. Auch extreme Mischungsverhältnisse oder Viskositätsunterschiede sollen die Verarbeitung mit dem LC-DCM nicht stören können – vor allem wenn eine optimale, reproduzierbare Mischqualität und gleichmäßig fließende Volumenströme gefragt seien.

Kunstharzverarbeitung im Labormaßstab leicht gemacht

Bevor es um die maschinelle Kunstharzverarbeitung geht, wird meist im Labor getestet. Genau dafür ermöglicht Tartler die Minimalmengenapplikation mit dem System MDM 3, das als ultrakompaktes Dosier- und Mischsystem bezeichnet wird. Es hat eine elektrisch angetriebene Dosierpumpe und verfügt über Containeranschlüsse für die Originalgebinde der Materialhersteller, erklärt der Hersteller. Laut Tartler ist es ausgelegt für die rationelle Verarbeitung flüssiger Polyurethan- oder Epoxidharze. Es erreicht bei einem Mischungsverhältnis von 100:100 einen Ausstoß von bis zu 0,7 l/min, betont Tartler. In der Praxis variiere der Ausstoß je nach den Viskositäten, den Mischungsverhältnissen und den Schlauchlängen (1,5 bis 5 m). Zur Inbetriebnahme der MDM 3 ist ein 220 V-Anschluss ausreichend. Die Zufuhr externer Druckluft ist nicht vorgesehen.

Die nächstgrößere Schwester in der MDM-Familie

Wenn es etwas mehr sein soll, dann empfiehlt Tartler seine Einsteigerlösung für Anwender, die den Sprung vom manuellen zum maschinellen Dosieren und Mischen flüssiger Polyurethan- und Epoxidharze wagen wollen – das ebenfalls sehr kompakte Tischgerät MDM 4. Nach einem gründlichen Re-Engineering ist es nun so konzipiert, dass es sich durch verschiedene Pumpenkombinationen und je nach Mischungsverhältnis und Viskosität der Harze für Ausstoßmengen von 50 bis 800 ml/min verwenden lässt. Mit dem MDM 4 kann der Kleinmengenverarbeiter Dosierverhältnisse von 100:10 bis 10:100 umsetzen, wobei der Ausstoß über ein Potentiometer justiert wird, wie es weiter heißt. Als Mischkopf dient ein schlanker LC 0/2 von Tartler, dessen rotierender Einwegmischer über eine flexible Welle von einem frequenzgeregelten Elektromotor angetrieben wird. Bei den Behältern für die A- und B-Komponenten kann man zwischen Gebinden mit Volumen von 0,5 bis 100 l wählen. Auch die MDM 4 benötigt zur Inbetriebnahme nur einen 220 V-Anschluss.

Gießen, Sprühen und Schäumen der smarten Art

In der Ausstoßmenge von 0,05 bis 1,5 l/min variabel und deutlich umfangreicher in der Ausstattung ist das in seinen Abmessungen noch etwas größere Modell MDM 5, führt Tartler weiter aus. Mit ihm hat man eine sowohl stationär als auch mobil nutzbare Systemlösung zum Gießen, Sprühen und Schäumen parat. Die MDM 5 wird von einer Siemens-Logo-Steuerung aus bedient, die mehrere sehr nützliche Funktionen bietet, wie etwa Vorwahl der Schusszeit und Topfzeitalarm) – Topfzeit, wir erinnern uns, ist die Zeit, in der ein reaktionsfähiges Gemisch verarbeitet werden muss, bevor es aushärtet. Die MDM 5 könne mit unterschiedlich großen Gebinden sowie elektrischen Rührwerken und verschiedenen Heizungen für die Behälter, die Schläuche und den Mischkopf ausgerüstet werden. Außerdem lässt sie sich mit verschiedenen Mischköpfen von Tartler bestücken. Neben einem 220 V-Stromanschluss benötigt die MDM 5 aber auch einen Druckluft-Anschluss (6 bis 8 bar).

Das Premiummodell der Kompaktdosierer

Das Premiummodell der Kompaktmaschinenserie von Tartler heißt MDM 6. Es ist ebenfalls stationär oder mobil einsetzbar, heißt es, und ist ausgelegt für Volumenströme bis 3,5 l/min. Es verfüge über zahlreiche Features und Funktionen. Seine Steuerung bietet unter anderem die Möglichkeit, auch kleine und große Rezirkulationen der Komponenten durchzuführen. Die MDM 6 kann mit Behältern mit Volumen von 3 bis 100 l betrieben werden und eignet sich ebenfalls zum Gießen, Sprühen und Schäumen.

Modularitätsphilosophie erhöht Einsatzwert

Weil alle Geräte eingebunden seien in das übergreifende Modularitätsprogramm von Tartler, sollen sie sich mit zahlreichen Erweiterungskjomponenten optimal an verschiedene oder wechselnde Anforderungen anpassen lassen. Dazu gehören etwa individuell gestaltete Fahrgestelle, Nachfüllkits sowie Heizungs- und Entgasungssysteme. Das bedeutet zugleich, dass der Hersteller aus Michelstadt die Anwender auch bei jedem weiteren Schritt zur nächsten Stufe der maschinellen und schließlich zur automatisierten Kunstharzverarbeitung begleiten kann. Übrigens, wer noch mehr Performance will, sollte sich dem Hinweis von Tartler auf seine Nodopur-Serie nicht verschließen.

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