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BASF Drei neue hydrolysebeständige Polyester im Programm

| Redakteur: Peter Königsreuther

Angesichts des steigenden Bedarfs der Automobilindustrie an hoch beanspruchbaren Sensoren für den Ausbau der Elektromobilität und des autonomen Fahrens hat die BASF, wie es heißt, ihr Portfolio an hydrolysebeständigen thermoplastischen Polyestern weiterentwickelt.

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Leicht zu verarbeiten, zum Teil fast so widerstandsfähig wie der Hightech-Kunststoff PPS und beständig gegen relativ hohe Ströme sind drei neue Ultradur-HR-Typen der BASF. Dabei handele es sich um hydrolysebeständige PBT (Polybutylenterephtalat), die auch ungemütlichen „Arbeitsbedingungen“ trotzten. Hier ein Beispiel für ein typisches Bauteil in Form eines Gehäuses für eine Anwendung im E-Mobilitätsbereich.
Leicht zu verarbeiten, zum Teil fast so widerstandsfähig wie der Hightech-Kunststoff PPS und beständig gegen relativ hohe Ströme sind drei neue Ultradur-HR-Typen der BASF. Dabei handele es sich um hydrolysebeständige PBT (Polybutylenterephtalat), die auch ungemütlichen „Arbeitsbedingungen“ trotzten. Hier ein Beispiel für ein typisches Bauteil in Form eines Gehäuses für eine Anwendung im E-Mobilitätsbereich.
(Bild: BASF SE)

Die Sortimentserweiterung von Ultradur HR (HR = hydrolysis resistant) umfasst laut BASF das Ultradur B4330 G6 HR High Speed, eine besonders fließfähige und laserbeschriftbare Type mit 30 % Glasfaserverstärkung, Ultradur B4330 G10 HR, eine hochsteife Type mit 50 % Glasfaserverstärkung, sowie Ultradur B4331 G6 HR, die nächste Generation mit optimiertem Verarbeitungsverhalten. Ultradur B4331 G6 HR ist in ungefärbt, laserbeschriftbar in Schwarz sowie in Orange, für Bauteile in Elektroautos ab sofort verfügbar.

Kosten und Gewicht sparen bei elektrischen Komponenten

Mit ihren Ultradur-HR-Typen bietet die BASF, wie es heißt, sehr widerstandsfähige PBT-Werkstoffe (PBT=Polybutylenterephthalat) an, die sich besonders für den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen eignen. Damit ermöglichten sie eine lange Lebensdauer und Funktionstüchtigkeit von Autobauteilen. Die HR-Produkte besitzen außerdem eine deutlich erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen spannungsrissauslösende alkalische Medien, so die BASF. Das gelte auch für die neue Type Ultradur B4331 G6 HR mit ihren deutlich verbesserten Eigenschaften hinsichtlich der Schmelzestabilität und der Fließfähigkeit. In Tests zeigte Ultradur B4331 G6 HR auch bei langen Verweilzeiten und hohen Temperaturen keinen Anstieg der Viskosität. Laut Hersteller die beste Voraussetzungen für eine stabile und problemlose Verarbeitung. Außerdem könne das Material orange (RAL 2003) eingefärbt werden, um damit Hochvolt-Steckverbinder für Elektroautos herzustellen. Aufgrund der für PBT ungewöhnlich hohen Kriechstromfestigkeit können Steckverbinder kleiner ausgelegt werden und halten trotzdem den höheren Spannungen in Elektrofahrzeugen stand. So lassen sich Kosten und Bauteilgewicht einsparen.

Fast so gut wie der Hightech-Kunststoff PPS

Die schon verfügbare Typen-Reihe Ultradur B4330 G6 HR mit 30 % Glasfaserverstärkung wurde um die, wie es heißt, besonders fließfähige und laserbeschriftbare Variante Ultradur B4330 G6 HR High Speed sw15045 erweitert. Damit ließen sich besonders dünnwandige Bauteile und solche, die ein hohes Fließweg-Wanddicken-Verhältnis haben, sehr gut produzieren.

Das neue Ultradur B4330 G10 HR ist mit 50 % Glasfasern gefüllt und kann deshalb zu Bauteilen verarbeitet werden, die Feuchtigkeit und hohen Temperaturen (160 °C, kurzzeitig bis 180 °C) ausgesetzt sind und dabei eine hohe Steifigkeit bewahren müssen. Dazu gehörten beispielsweise Steuergeräte in der Ladeluftstrecke. Das Material erreicht zwischen 140 und 180 °C beinahe das Eigenschaftsniveau von Polyphenylensulfid (PPS), das bisher für diesen Anwendungsbereich üblich ist.

Kein Problem mit höheren Strömen

Für ausgewählte Automobilanwendungen hat die BASF Ultradur B4450 G5 HR entwickelt. Das mit 25 % Glasfasern verstärkte, RoHS-konforme PBT ist laut Hersteller flammgeschützt. Es lasse sich hell einfärben, laserbeschriften und eigne sich mit seinen geringen Fogging-Werten nach dem Emissionstest VDA 278 für Anwendungen im Autoinnenraum ebenso wie für Gehäuse von Steuergeräten. Die Neuentwicklung verbinde Hydrolysebeständigkeit mit Flammschutz, einer hohen Kriechstromfestigkeit und geringer Rauchgasdichte. Dieses Eigenschaftsprofil zielt auch auf Elektrofahrzeuge ab, weil dabei deutlich höhere Ströme fließen, wie der Hersteller betont, als in Fahrzeugen mit konventionellem Antriebsstrang, und die Sicherheitsanforderungen deshalb beträchtlich hoch sind.

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