Es bleibt so! Die Probleme bei BBS rütteln an der Prognose von Dürr nicht

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Der Anlagenbauer Dürr hat trotz Schwierigkeiten bei einer Geschäftseinheit mit Wertminderungen und Stellenstreichungen die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt ...

Dürr bleibt dabei: Trotz der Probleme bei BBS wird das prognostizierte Geschäftsergebnis so kommen, wie geplant ...(Bild:  Dürr)
Dürr bleibt dabei: Trotz der Probleme bei BBS wird das prognostizierte Geschäftsergebnis so kommen, wie geplant ...
(Bild: Dürr)

Die schwächer als erwartete Entwicklung bei BBS Automation wird laut Dürr durch die anderen Einheiten kompensiert, womit sich die Aussage über eine weiterhin geltende Prognose erklärt. Somit soll der Umsatz noch bei 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro liegen (nach 4,2 Milliarden 2025). Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) bleibt dann bei fünf bis 6,5 Prozent (2025 = 5,6 Prozent). In puncto Auftragseingang peilt Dürr 3,8 bis 4,2 Milliarden Euro an. Im Vorjahr war das ein Volumen von 3,9 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal 2026 sank der Umsatz im Konzern aber um rund zwei Prozent (auf 981 Millionen Euro). Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich nur um 0,1 Prozentpunkte (auf 4,3 Prozent). Der Auftragseingang legte aber um 13 Prozent (auf 914 Millionen Euro) zu. Für Rückenwind sorgte, wie es weiter heißt, die Division Automotive, die unter anderem größere Aufträge für Lackieranlagen aus Brasilien und Indien verbuchen konnte. Den vollständigen Halbjahresbericht will Dürr am 6. August vorlegen. Die Aktie gab auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss zunächst deutlich nach, drehte aber schnell wieder ins Plus.

Dürr will BBS Automation möglichst schonend aufpäppeln

Die schwache Entwicklung bei BBS Automation habe eine Wertminderung von circa 90 bis 100 Millionen Euro zur Folge. Gründe seien der unter den Erwartungen liegende Auftragseingang im ersten Halbjahr sowie eine Anpassung der Markterwartungen. Mit dem Abbau von rund 500 Stellen weltweit will Dürr dort aber gegensteuern. Die Kosten sollen so um rund 30 Millionen Euro pro Jahr sinken. Für 2026 sind außerdem Umbaukosten von 40 bis 50 Millionen Euro eingeplant. An den vier deutschen Standorten sollen etwa 200 Jobs wegfallen. Der Abbau soll in diesem und im kommenden Jahr erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen werden laut Dürr möglichst vermieden. Ausgeschlossen seien sie aber nicht. Das Unternehmen will schon bald Gespräche mit Arbeitnehmervertretern aufnehmen. Und mithilfe des nun aufgelegten Effizienzprogramms sollen Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der Tochter BBS gestärkt werden. Zur Info: Dürr hatte den Automatisierungsspezialisten aus Garching Mitte 2023 übernommen. BBS beschäftigt weltweit rund 2.300 Personen und macht einen Teil ihres Geschäfts mit Produktionsanlagen für die Autoindustrie – insbesondere für E-Autos, heißt es. Außerdem bietet man auch Anlagen zur Herstellung von Medizinprodukten (etwa Spritzen) an.

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