FVK-Lagebericht Composites Germany informiert über den Stand der Dinge

Quelle: Composites Germany 6 min Lesedauer

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Zum 27. Mal hat Composites Germany den Blick auf das halbjährliche Marktgeschehen rund um faserverstärkte Kunststoffe (FVK) geworfen. Es sieht wohl besser aus ...

Composites Germany hat seine Trägerverbände zum 27. Mal über die Lage im Bereich faserverstärkte Kunststoffe befragt. So sieht der Stand der Dinge für das 2. Halbjahr 2026 gemäß der Erwartungen aus ...(Bild:  KI-generiert)
Composites Germany hat seine Trägerverbände zum 27. Mal über die Lage im Bereich faserverstärkte Kunststoffe befragt. So sieht der Stand der Dinge für das 2. Halbjahr 2026 gemäß der Erwartungen aus ...
(Bild: KI-generiert)

Composites haben generell über herausragendes Eigenschaftsniveau. Sie stehen etwa für erfolgreichen Leichtbau, Korrosionsbeständigkeit, Designfreiheit und hervorragende Werte in Bezug auf Nachhaltigkeit, um nur einige Beispiele zu nennen, die für ihren Einsatz sprechen. Momentan ist vor allem in Deutschland, aber auch Europa, leider in weiten Teilen eine negative wirtschaftliche – und vor allem industrielle – Entwicklung feststellbar. Betroffen ist vor allem das verarbeitende Gewerbe. Mit einer hohen Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist auch der Composites-Bereich stark betroffen. Composites Germany hat, um den Stand der Dinge zu beleuchten, nun wieder die aktuellen Kennzahlen erhoben. Befragt wurden alle Mitgliedsunternehmen der Trägerverbände von Composites Germany – also AVK und Composites United sowie des assoziierten Partners VDMA. Um die problemlose Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Erhebungen zu gewährleisten, wurden auch für das 2. Halbjahr 2026 keine grundlegenden Änderungen bei der Befragung durchgeführt. Erhoben wurden erneut überwiegend qualitative Daten in Bezug auf die aktuelle und zukünftige Marktentwicklung, wie Composites Germany anmerkt. Und so schaut es derzeit aus:

Die aktuelle Geschäftslage wird besser bewertet

Nachdem sich im Rahmen der letzten Befragung bei der Einschätzung der generellen Geschäftslage ein gegensätzlicher Trend für die erhobenen Regionen feststellen ließ, verbessert sich die Einschätzung in der aktuellen Erhebung für alle Regionen (Deutschland, Europa, Welt). (Diagramm 1). Besonders auffällig ist die starke Zunahme der Bewertung der generellen Geschäftslage für Europa, wohingegen die Einschätzung für Deutschland und weltweit nur leicht zunimmt. Unterstützt wird diese Tendenz durch die Bewertung der aktuellen Geschäftslage für das eigene Unternehmen. Auch hier ist eine positivere Bewertung für alle Regionen feststellbar. (Diagramm 2).

(Bild:  Composites Germany)
(Bild: Composites Germany)

(Bild:  Composites Germany)
(Bild: Composites Germany)

Wegen der derzeit herrschenden Herausforderungen in der Welt sei dieses Ergebnis ein positives Signal aus der Branche. Insgesamt ist das Produktionsvolumen in Europa weiterhin aber rückläufig, wie gesagt werden muss. Das Marktvolumen ist in Folge der Corona-Krise seit 2021 um etwa 25 Prozent zurück gegangen. Der europäische Anteil an der weltweiten Produktionsmenge ist aufgrund eines zunehmend wachsenden Weltmarktes weiterhin rückläufig. Die Gründe sind vielfältig und haben sich seit der letzten Erhebung nicht grundlegend geändert: Zum einen ist eine zunehmende Konkurrenz aus dem nicht-europäischen Ausland – vor allem aus Asien, aber auch aus den USA – festzustellen. Auch gehen einst wichtige Exportmärkte mehr und mehr verloren. Das liege an den Schwächen der jeweiligen Inlandsmärkte – vor allem aber an einer steigenden Bedienung dieser Märkte durch einheimische Produktion, erklärt der Verband. Handelshemmnisse, wie etwa die aktuelle Zollpolitik in den USA, belasten die Situation zusätzlich. Parallel werden diese Herausforderungen durch eine generelle Schwäche des Industriesektors mit einer deutlichen Abwanderungsbewegung der industriellen Produktion aus Europa ergänzt. Auch die anhaltenden strukturellen Schwächen im Hauptanwendungsbereich Transport und Automobilbau wirkten sich spürbar aus.

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