E-Auto-Herstellung E-Mobilität lässt Maschinen- und Anlagenbau schrumpfen

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Bis 2030 werden die Investitionen in Werkzeugmaschinen, die zur Herstellung von Motoren und Getrieben benötigt werden, weltweit von 6,8 Mrd. US-Dollar auf 5,1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2030 zurückgehen. Gute Nachrichten gibt es dennoch für die Branche.

Laut einer McKinsey-Studie schrumpft der Maschinenmarkt für Antriebe bis 2030 jährlich um knapp 3 Prozent.
Laut einer McKinsey-Studie schrumpft der Maschinenmarkt für Antriebe bis 2030 jährlich um knapp 3 Prozent.
(Bild: ©pp1mbp - stock.adobe.com)

Der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor und der Wandel hin zu Elektromobilität treffen nicht nur Automobilhersteller und Zulieferer massiv, sondern auch den Maschinen- und Anlagenbau. Besonders betroffen sind Maschinen für die Produktion von Verbrennungsmotoren mit minus 65 Prozent bis 2030. Gute Nachrichten gibt es allerdings auch: Im gleichen Zeitraum werden die Investitionen in Maschinen für die E-Auto-Herstellung um 10,5 Prozent jährlich wachsen. Dieser Markt wird 2030 mit 3,1 Mrd. US-Dollar größer sein als der Werkzeugmaschinenmarkt für konventionelle Antriebe, der auf ca. 2 Mrd. US-Dollar zurückgehen wird. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company hervor.

Natürlich stehen vor allem Werkzeugmaschinenbauer vor einem tiefen Umbruch: Die Autoindustrie fährt ihre Investitionen in Maschinen für konventionelle Antriebe zurück - gleichzeitig kann die E-Mobilität dies heute noch nicht kompensieren.

Markus Simon, Partner im Kölner Büro von McKinsey

Schon jetzt werden bestehende Maschinen von der Autoindustrie länger genutzt; gleichzeitig streichen viele Autobauer die Motorenvarianten für konventionelle Antriebe zusammen. Zugleich ändere sich die Zusammensetzung des Antriebsstrangs im Elektroauto. Die Zahl der wichtigsten Komponenten sinke von über 30 in einem Auto mit Verbrennungsmotor auf weniger als 10 für ein batterieelektrisches Fahrzeug. Darüber hinaus führe auch die weitere Konsolidierung der Automobilindustrie sowie das stagnierende Fahrzeugwachstum in Europa zu sinkenden Investitionen.